Auf acht Tafeln wird die Handwerkertradition in Burg und Umgebung aufbereitet. "Bei der Konzeption der Ausstellung habe ich bewusst nicht nur auf Information, sondern auch auf Aktion gesetzt", sagte Bärbel Schubert, Leiterin der Heimatstube und Ideengeberin für die Exposition. Der Betrachter erfährt, dass die Bauern früher bei ihrem Hausbau selbst zum Zimmerer oder Tischler wurden, landwirtschaftliches Gerät stellten sie mit Unterstützung des Schmieds oder Stellmachers selbst her. So bestand die Schmiede Uhlitz von 1758 bis 1945 in Burg. Fester Bestandteil des Spreewälder Handwerkeralltag war schon immer die Flachs- und Schafwollverarbeitung. Während der reichlich vorhandene Ton früher meist von Ofensetzern genutzt wurde, arbeiten heute viele Töpfereien damit. Auch das Fotohandwerk ist dank der Familie Steffen seit 30 Jahren in der Spreewaldgemeinde vertreten. "Die Touristen wollten auch früher schon eine Erinnerung an ihre Spreewaldtouren haben", so der Burger Fotograf Ingmar Steffen. Unter den Premierengästen der Ausstellung war auch Manfred Karolczak, dessen Großvater Peter vor 100 Jahren die Pantoffelmacherei gegründet hatte: "Wir wollen diese Tradition erhalten. Die Nachfrage ist da."Die Heimatstube Burg ist von Dienstag bis Sonntag jeweils von 13 bis 17 Uhr geöffnet.