Der Fluchtversuch wurde jedoch vereitelt.

Justizbeamte in Schutzwesten bestimmten das Bild im Verhandlungssaal. Alle Zuschauer wurden vor Betreten des Saales durchsucht, so dass der Prozess erst mit rund 30 Minuten Verspätung begann. Der Vorsitzende Richter Kai Schröder begründete das mit erhöhter Fluchtgefahr.

Die Staatsanwaltschaft wirft den heute zwischen 23 und 51 Jahre alten Männern gemeinschaftliche Geiselnahme, gemeinschaftliche schwere Körperverletzung, Nötigung und versuchte Gefangenenmeuterei vor. Sie sollen einen Justizvollzugsbeamten mit einem vorgetäuschten epileptischen Anfall in ihre Zelle gelockt, ihn überwältigt und mit einem Messer bedroht haben. "Dadurch wollten sie ihr Opfer zwingen, ihnen zur Flucht aus dem Gefängnis zu verhelfen", sagte Staatsanwalt Martin Peterlein.

Am ersten von insgesamt 17 Verhandlungstagen wurde zunächst nur die Anklage verlesen, weil Akten nicht rechtzeitig bei den Verteidigern eingegangen waren. Der Prozess wird am 11. November fortgesetzt.