Entsprechend einem vorangegangenen Urteil aus dem Januar beschloss die zuständige Kammer außerdem, dass die Sparkasse die Scala-Verträge nicht einfach kündigen darf. Damit stärkten die Richter den Sparern abermals den Rücken. Die Sparkasse wollte aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase Tausende Kunden aus den hochverzinsten Verträgen herauslocken - ansonsten drohe die Kündigung. Sie hatte mit einem Wegfall ihrer Geschäftsgrundlage argumentiert. Das Landgericht hatte im Januar bereits im Sinne der Sparer entschieden; dieser Fall kommt im September nun vor das Oberlandesgericht Stuttgart. Jeder Scala-Fall muss einzeln vor Gericht verhandelt werden. Der Streit könnte bundesweit Signalwirkung haben.