Wie es aus dem Arbeitsgericht verlautet, ist der nächste Verhandlungstermin für den 8. Oktober festgelegt. Zu Details wollte man sich nicht äußern. Landkreis-Dezernent Dirk Gebhard beließ es ebenfalls bei einem knappen Kommentar: "Frau Erves hat das Vergleichsangebot des Landkreises abgelehnt." Als Grundlage der fristlosen Kündigung war vor Gericht eine Erklärung des direkten Vorgesetzten der Amtsleiterin und zweier Sachgebietsleiterinnen vom Januar 2013 angeführt worden. Darin hätten diese gegenüber dem Landrat ein nicht vorhandenes Vertrauensverhältnis und fehlende fachliche Grundlagen bemängelt. Es könne keine Verantwortung mehr für die Erfüllung der Aufgaben übernommen werden, hieß es vor Gericht. Eine der Amtsleiterin angebotene Aufgabe ohne Führungsverantwortung sei von dieser abgelehnt worden. Jörg Hillebrecht, Rechtssekretär des DGB, hatte die Vorwürfe für unbegründet erklärt. Die von Arbeitsrichter Siegfried Krause bereits in der Güteverhandlung im April konstatierten verhärteten Fronten zwischen den Parteien konnten nicht aufgelöst werden. Im Oktober wird die Auseinandersetzung nun also vor Gericht weitergeführt.