So haben am vergangenen Sonntag mit einem Johann-Strauß-Konzert das Salonorchester des Brandenburgischen Konzertorchesters Eberswalde und die Sopranistin Esther Puzak ihr Publikum begeistert.

In der ausverkauften Kulturkirche sorgten die Musiker mit berühmten Melodien und Ausschnitten aus Opern für einen stimmungsvollen musikalischen Jahresauftakt.

Unter der musikalischen Leitung von Holger Schella kommt bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in den Kirchengemäuern wahre Frühlingsstimmung auf. Mit dem „Frühlingsstimmenwalzer“ erklingt ein Hoch auf die schöne Jahreszeit. Nach bester Straußscher Manier intoniert das Orchester die „Dorfschwalben aus Österreich“.

Mit viel Applaus werden die Bühnenkünstler zwischen den Darbietungen gefeiert. Orchesterleiter Holger Schella führt mit Witz durch das Programm und entführt die Besucher auf kurze Zeitreisen in die einstige Hauptstadt der Donaumonarchie im 19. Jahrhundert.

Mit bekannten Melodien und Ausschnitten aus den Operetten „Die Tänzerin Fanny Elssler“, „Die Fledermaus“ und „Der Zigeunerbaron“ sowie den Walzern „G'schichten aus dem Wienerwald“ und weiteren Arrangements wird die Kulturkirche beim dritten Neujahrskonzert mit feinsinnigen und mitreißenden Kompositionen zum musikalischen Erlebnis.

Immer wieder tritt dabei auch die junge Sopranistin Esther Puzak vor das Publikum und bereichert mit ihrer klaren und ausdrucksstarken Stimme und gestenreichen Ausdrücken das Konzert. Nicht nur mit dem „Schwipslied“ zeigt die Musikerin, dass sie auch schauspielerisch etwas drauf hat. Ziemlich wacklig auf den Beinen schafft es die junge Frau mit einem Glas Weißwein auf die Bühne, um dann aber gewohnt klar die Straußsche „Nacht in Venedig“ in den Saal zu bringen. „Das Luckauer Publikum ist sehr begeisterungsfähig. Das macht Spaߓ, erzählt die Sängerin in einer Konzertpause der RUNDSCHAU.

Musikalisch bleiben bei den Orchestermusikern bis zum Jahresende keine Wünsche offen, sagt Holger Schella. „Wir sind komplett ausgebucht.“ Die Luckauer Familie Stahr hat sich gleich nach dem Verkaufsstart die begehrten Karten gesichert, blickt Marianne Stahr zurück. „Der Saal ist etwas klein. Sicher hätten noch viel mehr Musikliebhaber das Konzert verfolgen wollen“, sind sich die Musik-Stammgäste der Kulturkirche einig.

„Das war gelebte Musik in der düsteren Jahreszeit“, bringt Rüdiger Lorenz seine Eindrücke auf den Punkt. Die Beiträge seien gut gewählt und ausgewogen gewesen, resümiert der Luckauer lobend.