Revue passieren. „Straupitz Helau!“, hallte es durch den Regierungssitz des ehemaligen Dorfoberhauptes Winfried Rekitt, als am 11.11.11 pünktlich um 11.11 Uhr eine erlesene Schar Straupitzer Narren in bunten Kostümen das Amtsgebäude unsicher machte. Als der neue Präsident der Straupitzer Fastnacht, Daniel Schulz, das Wort an den Bürgermeister ergriff, forderte er die sofortige Herausgabe des Regierungsschlüssels und betonte, dass sich die Narren nicht wie in den vergangenen Jahren mit einem leeren Stadtsäckel abspeisen ließen, da das aufwändige Gewand des Bürgermeisters sowie die geplanten „goldenen Bürgersteige“ der im Bau befindlichen Straupitzer Kirchstraße eine andere Haushaltslage vermuten ließen. Bürgermeister Winfried Rekitt zeigte sich anschließend kampfeslustig und versuchte den Schlüssel so gut es geht zu verteidigen.

Er sah schlussendlich jedoch ein, dass alle Mühe vergebens ist und die Amtsgeschäfte eher in Narrenhänden gehören. Noch bevor er die Narrenschar zu einem fürstlichen Mahl in seine ehemalige Amtsstube einlud, äußerte er die Befürchtung, von den Narren in Ketten gelegt zu werden, um „dem Volke präsentiert zu werden“, was jedoch zur Enttäuschung einiger Bürger nicht geschah.