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Stolperstart für die Volleyballfreunde Blau-Weiß

Der Aufsteiger aus Hoyerswerda verliert bei TU Dresden II mit 0:3 (20:25, 22:25, 11:25). Guter zweiter Satz macht Hoffnung. Rüdiger Nobel / rnl1

Volleyball-Sachsenliga TU Dresden II - VfBW Hoyerswerda 3:0. Das erste Saisonspiel in der Sachsenliga begann bereits vor Anpfiff mit schlechten Nachrichten. Verletzungsbedingt musste Trainer Alexander Philipp gleich auf drei Spieler verzichten. Tommy Hilse, Andre Lemke und Steven Wildt standen nicht zur Verfügung. Dank des großen Kaders konnte diese personelle Lücke jedoch ausgeglichen werden.

Zu Beginn des ersten Satzes war den Elsterstädtern eine gewisse Nervosität anzumerken und die routinierten Dresdner erspielten sich eine schnelle Drei-Punkte-Führung (8:5). Nach den anfänglichen Abstimmungsproblemen kam der Aufsteiger immer besser ins Spiel und konnte mehrere schöne Angriffsaktionen durchbringen. Zuspieler Sascha Rikic versuchte, seine Angreifer weiterhin in Szene zu setzen. Doch die fehlende Abstimmung mit ihm ließ ein geordnetes Angriffsspiel nicht immer zu, so dass der Vorjahresmeister aus Dresden den Vorsprung ausbaute. Dieses Polster wurde in der Folge clever verwaltet und der erste Satzverlust der Saison musste nach 17 Minuten mit 20:25 aus Hoyerswerdaer Sicht hingenommen werden.

Satz zwei sollte das aktuelle Leistungsvermögen der Philipp-Schützlinge widerspiegeln. Ein furioser Start mit druckvollem Aufschlagspiel von Ullmann und hervorragender Verteidigung um Libero Andreas Goering brachte die 9:4-Führung und zwang den TU-Trainer Schröder zur Auszeit. Dieses Spielniveau konnte im weiteren Verlauf des Durchganges nicht gehalten werden, der Gegner aus der Landeshauptstadt ging bei 12:11 erstmalig in Führung. Coach Philipp nahm zur Crunchtime (20:22) seine zweite Auszeit. Doch die TU-ler waren nervenstärker und sicherten sich auch Durchgang zwei mit 25:22.

Den Gästen war die Enttäuschung anzumerken. Die Konzentration und der Mut im Angriffsspiel ließen von Minute zu Minute nach. Die Auszeiten bei 3:7 und 8:16 verpufften und das Spiel plätscherte seinem Ende entgegen. Auch die Einwechslungen von Holger Brosche, zwar gleich mit zwei guten Angriffsszenen, für Alexander Philipp und Sven Besser für Silvio Panoscha konnten das Momentum nicht umbiegen. Ein desolates Satzergebnis von 11:25 nach 20 Minuten bescherte den Blau-Weißen eine deutliche 0:3-Niederlage.

Dieses Spiel zeigte deutlich, dass der Ausfall von Leistungsträgern wie Andre Lemke und Steven Wildt gegenwärtig nicht auszugleichen ist. Dennoch lässt sich vor allem auf der Leistung im zweiten Satz aufbauen. Wenn im Training an der Feinabstimmung gefeilt werden kann, werden die Elsterstädter die benötigten Punkte für den Klassenerhalt einfahren. Eine Chance dazu haben die Philipp-Schützlinge bereits am Sonntag in Chemnitz.

VFBW spielten mit: Sven Besser, Sebastian Ullmann, Silvio Panoscha, David Reining (C), Markus Zillich, Holger Brosche, Andreas Goering, Sascha Rikic, Alexander Philipp