Dieses Urteil der 2. Zivilkammer ist rechtskräftig, wie das Gericht mitteilte (Az.: 2S 117/11).

Im konkreten Fall hatte der Käufer ein Pony gekauft, das sich als verhaltensauffällig erwies und nicht in einer Reitschule eingesetzt werden konnte. Daraufhin wollte er den Kaufpreis für das Tier vom Verkäufer zurück bekommen. Vor Gericht scheiterte er damit. Denn er hätte dem Verkäufer die Möglichkeit der Nacherfüllung einräumen müssen – entweder das Tier zu behandeln oder ein anderes Pony zu liefern.

Das Urteil fußt auf dem Bürgerlichen Gesetzbuch. Dort heißt es in Paragraf 90a: „Tiere sind keine Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze geschützt.“ Allerdings ergänzt der Gesetzgeber: „Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist.“