Selina Lehmann (20) ist aus Burgstädt bei Chemnitz für ihre Ausbildung nach Elsterwerda gezogen. „Man sollte vorher unbedingt in einem Praktikum ausprobieren, ob man dem auch gewachsen ist“, empfiehlt sie. Die dreijährige Ausbildung verlangt den Schülern einiges ab. In 1600 Theorie- und wenigstens 3000 praktischen Stunden werden sie in den Grundlagenfächern Anatomie und Physiologie, Arzneimittellehre und Physik unterrichtet. Hinzu kommen Kenntnisse von allgemeiner Krankheitslehre bis hin zu Aufgaben im Ambulanzbereich und der Endoskopie. Selina Lehmann absolviert die Theorie an der Carus-Akademie am Universitätsklinikum Dresden. „Daneben ist auch viel Selbststudium gefragt“, sagt sie. Am meisten Spaß macht ihr jedoch die Praxis. Ein typischer Arbeitstag beginnt um 7.30 Uhr mit der Vorbereitung auf den OP-Tag. Sie hilft, die Operationssäle vorzubereiten, bereitet Instrumente und Geräte vor und unterstützt die sterile Schwester beim Aufbau der Instrumententische. Während der Operation agiert sie als „Springer“ im Operationssaal, kümmert sich um die Dokumentation und bereitet die nächste Operation vor.