habe Kalinka 1982 vorsätzlich Gewalt angetan und sie so unabsichtlich getötet, erklärte das Gericht am Samstag in Paris. Der 76-Jährige vom Bodensee soll zudem 400 000 Euro an die Hinterbliebenen zahlen. Der Anwalt des Verurteilten kündigte Berufung gegen das Urteil an.

Das Gericht folgte mit dem Urteil im Wesentlichen der Anklage, die 15 Jahre Haft für den Arzt gefordert hatte. Staatsanwalt Pierre Kramer geht davon aus, dass Dieter K. geplant hatte, Kalinka zu vergewaltigen. Um sie gefügig zu machen, habe er ihr Beruhigungsmittel gespritzt – die Medikamente hätten das Mädchen aber getötet.