Bei Späteinsteigern könnten die eingezahlten Beiträge sogar über dem vereinbarten Sterbegeld liegen.
So muss beispielsweise nach „Finanztest“ -Berechnung ein 65-jähriger Mann bei der Karstadt Quelle Bank monatlich 28,85 Euro zahlen, damit seine Hinterbliebenen ein Sterbegeld in Höhe von 5000 Euro bekommen. Wenn er das 85. Lebensjahr erreicht, hat er jedoch insgesamt 6974 Euro eingezahlt. Würde er die 28,85 Euro pro Monat stattdessen in einen Banksparplan investieren, bekäme er bei einem Zinssatz von drei Prozent nach zehn Jahren bereits 4033 Euro ausgezahlt.
Selbst angeblich günstige Gruppentarife, wie sie Musik - oder Sportvereine ihren Mitgliedern anbieten, halten in der Regel nicht, was sie versprechen. „Viele Gruppentarife enthalten Klauseln, dass die Überschussbeteiligung vom Versichererer an den Verein abgeführt wird. Meist weiß das Mitglied von der Zwangsspende nichts“ , kritisiert „Finanztest“ .
Als Alternative empfiehlt die Zeitschrift, mit einem Bestatter der eigenen Wahl schon jetzt zu klären, wie man beerdigt werden will. Das Geld dafür könne dann bei der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand in Düsseldorf hinterlegt werden. Diese zahlt zwei Prozent Zinsen. Allerdings fallen Verwaltungskosten in Höhe von 0,25 Prozent und ein Prozent Bestatterprovision auf die Einlage an.
Für die Beerdigung können Angehörige aber auch aus anderen Quellen Geld beziehen, berichtet „Finanztest“ weiter. So zahle die Deutsche Rentenversicherung auf Antrag drei volle Monatsrenten an den hinterbliebenen Partner aus. Voraussetzung ist, dass der Verstorbene eine gesetzliche Rente bezogen hat. Angehörige von Angestellten des öffentlichen Dienstes erhalten oft eine Sterbebeihilfe.
Reicht der Nachlass nicht aus, die Bestattungskosten zu bezahlen, könnten die Hinterbliebenen die Ausgaben als außergewöhnliche Belastungen bei der Steuererklärung geltend machen. Für mittellose Menschen ohne Angehörige bezahlen die Sozialämter eine einfache Bestattung. Werden allerdings später Angehörige ermittelt, müssten diese die Kosten übernehmen, betonen die Experten. (pm/sh)