Für Bewerbungskosten erstattet die Arbeitsagentur auf Antrag pauschal fünf Euro je Bewerbung, höchstens aber 260 Euro im Jahr. Bei Fahrten zu Vorstellungsgesprächen zahlt die Behörde das günstigste Bahn- oder Busticket. Für die Anreise mit dem Pkw oder Motorrad gibt es 20 Cent je Kilometer, höchstens allerdings 130 Euro je Fahrt.

Geld für Verpflegung und Unterkunft
Lässt sich eine Übernachtung am Ort des Vorstellungsgesprächs nicht vermeiden, zahlt die Arbeitsagentur pauschal 16 Euro. Ist für diese Summe nicht einmal ein Bett in der Jugendherberge zu bekommen, gibt es notfalls auch mehr Geld. Für Verpflegung gewährt die Arbeitsagentur zusätzlich 16 Euro je vollem Abwesenheitstag vom Wohnort beziehungsweise jeweils acht Euro für den An- und Abreisetag.
Ist der Ausbildungsplatz so weit vom Wohnort entfernt, dass tägliche Pendelfahrten nicht möglich sind, finanziert die Arbeitsagentur auch den Umzug an den Ausbildungsort. Braucht der Azubi spezielle Arbeitskleidung oder -geräte, die nicht vom Arbeitgeber gestellt werden, springt die Behörde mit einer Ausrüstungsbeihilfe von bis zu 260 Euro ein.
Schließlich gibt es auch noch die Übergangsbeihilfe. Wer nicht genug Geld hat, um die Zeit zwischen Schul ende und Ausbildungsanfang zu überbrücken, kann von der Arbeitsagentur ein zinsloses Darlehen von bis zu 1000 Euro bekommen.
Auf die genannten Leistungen der Arbeitsagentur besteht allerdings kein Rechtsanspruch. Sie werden nur gewährt, wenn noch Mittel verfügbar sind. Außerdem übernimmt die Arbeitsagentur keine Ausgaben, die bereits vom Arbeitgeber übernommen werden oder für die eine andere öffentliche Stelle aufkommt - oder aufkommen müsste.
Wichtig ist außerdem, dass die Beihilfen beantragt werden müssen, bevor die Kosten entstehen. Die notwendigen Formulare gibt es nur bei der zuständigen Arbeitsagentur vor Ort.