Wer den Wildschaden unkompliziert regulieren will, benötigt eine Wildunfallbescheinigung. Auch sollte der Fahrzeughalter den Schaden aus der Nähe und aus mehreren Perspektiven fotografieren, wenn möglich auch Bilder vom Tier. Haar- und Blutspuren sollten so lange am Fahrzeug bleiben, bis die Versicherung den Schaden begutachtet hat.

"Melden Sie den Schaden so schnell wie möglich, am besten noch am gleichen Tag", rät Rudnik. "Wenn der Versicherer den Wagen begutachten will, wird er es innerhalb von wenigen Tagen machen." Ist das Auto fahrtauglich, dürfe damit gefahren werden, auch wenn das Gutachten noch aussteht. "Mich kann keiner dazu zwingen, den Wagen in der Garage zu lassen. Wenn die Spuren weg sind, dann ist es eben so." Daher sei die Dokumentation des Schadens unmittelbar nach dem Unfall so wichtig.

Für den Schaden kommt die Teilkaskoversicherung auf - wenn Haarwild beteiligt war. Dazu zählen unter anderem Wildschweine, Rotwild, Feldhasen und Füchse. Auch wenn der Fahrer einem großen Tier nur ausweicht und dadurch verunglückt, muss die Versicherung zahlen, weil durch das Manöver möglicherweise Sach- oder Personenschäden vermieden worden sind.

Nach dem Zusammenstoß sollten Fahrer die Unfallstelle absichern und totes Wild von der Straße ziehen, um andere Autos nicht zu gefährden. Lebende Tiere bleiben besser liegen, weil sie Menschen angreifen und verletzen können.