Seinen Anfang nahm alles, als im September 1997 insgesamt 33 Mitarbeiter den Förderverein Krankenhaus Spremberg (FKS) gründeten, um selbst die Verantwortung für das Haus zu übernehmen. In kürzester Zeit schlossen sich 90 Prozent der Mitarbeiter dieser Initiative an und traten in den Verein ein.

Ein Dreivierteljahr später, am 15. Mai 1998, bewarb sich der Förderverein mit einer umfangreichen Konzeption bei der Stadt Spremberg um den Kauf der Mehrheitsanteile an der Spremberger Krankenhausgesellschaft mbH. Nach konstruktiven Gesprächen verkaufte die Stadt Spremberg danach 51 Prozent der Stammkapitalanteile für 153 000 DM an den FKS.

So wurden die Mitarbeiter des Spremberger Krankenhauses Mehrheitsgesellschafter und erhielten damit auch die Möglichkeit, an den wichtigsten Entscheidungen der Krankenhausgesellschaft mitzuwirken. "In den Gesellschafterversammlungen werden wichtige Entscheidungen, wie die Abschlüsse längerfristiger Verträge, der Erwerb von Grundstücken oder zu Investitionsvorhaben getroffen. Der Vereinsvorstand bestätigt und überwacht die Wirtschafts-, Investitions- und Stellenpläne. Der Erhalt der medizinischen Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit liegt in der Verantwortung aller Mitarbeiter", so fasst der Förderverein die Strukturen der neuen Trägerkonstellation zusammen.

Dabei habe man viele Erfolge erzielt, aber auch einige Hürden nehmen müssen. Unter dem zunehmenden Kostendruck und bei schwierigen Rahmenbedingungen blieb das Spremberger Krankenhaus dennoch erfolgreich.

"Die mitarbeiterorientierte Trägerschaft bietet beste Grundlagen, alle Potenziale unserer Mitarbeiter für die Entwicklung ihres Krankenhauses zu nutzen", heißt es in der Mitteilung des Fördervereins-Vorstandes. Mit Ehrlichkeit und Transparenz hätten Vorstand und Geschäftsleitung versucht, die Managemententscheidungen stets für alle nachvollziehbar zu gestalten. Zugleich wüssten alle Mitarbeiter des Hauses: Von ihrer Leistungsbereitschaft, Leistungsfähigkeit und Motivation wird die Qualität der Patientenversorgung getragen.

"Um den wachsenden Herausforderungen an das Krankenhaus auch zukünftig gerecht zu werden, ist es äußerst wichtig, die Chancen dieses partnerschaftlichen Modells wirkungsvoll auszunutzen, um die Qualität der ambulanten, stationären und teilstationären medizinischen Leistungen auf hohem Niveau zu sichern", so formuliert der FKS-Vorstand den Anspruch an die Zukunft.