Renner lebt seit fast 20 Jahren mit seiner Frau und zwei Kindern in Byhleguhre im Spreewald. Der derzeitige Leiter des Naturparkes Schlaubetal gilt als einer der Väter des Volksbegehrens gegen neue Tagebaue.

Die bündnisgrünen Kreisvorsitzenden Christoph Goltz (Cottbus) und Klaus Pocher (Spree-Neiße) beglückwünschten den Kandidaten: "Die Grünen haben schon immer frühzeitig die Zeichen der Zeit erkannt", sagte Goltz in Anspielung auf die Umwelt- und Energiepolitik von Angela Merkel (CDU). "Mit Wolfgang Renner haben wir einen Kandidaten, der den Menschen in der Lausitz Hoffnung gibt, dass es auch ein Leben jenseits von Kohlegruben geben kann", betonte Klaus Pocher aus Guben.

"Kohle nein, Erneuerbare ja, ist mir zu schwarz-weiß gemalt", erklärte Renner nach seiner Wahl. "Ich bin Realist genug, um zu wissen, dass ein sofortiger Ausstieg aus der Kohle nicht funktionieren wird, auch wenn manche das noch so sehr wollen. Aber ich sage, wenn die jetzigen Tagebaue ausgekohlt sind, muss Schluss sein." Für die Lausitz müsse endlich ein Plan B her.