Für einen entsprechenden Vorschlag der Verwaltung haben Finanzausschuss und Sozialausschuss grünes Licht gegeben. "Es war an der Zeit, die Gebührensatzung zu überarbeiten", sagte die Sachbearbeiterin Karin Aldermann in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses. Zum letzten Mal war die Gebührensatzung 1997 geändert worden.

Die Änderung gehört zu den Auflagen, die die Stadt erfüllen muss, um Geld aus dem Ausgleichsfonds zu erhalten. Für beide Turnhallen wurde deshalb eine Kalkulation angefertigt: "Wir haben errechnet, was eine Stunde Hallenbenutzung wirklich kostet", sagte Karin Aldermann. Für die neue Turnhalle in der Jahnstraße 6 betrugen diese im vergangenen Jahr 13,20 Euro, in der alten Halle in der Jahnstraße 22 waren es 14,26 Euro. Diese Kosten könne man zwar nicht durch Gebühren decken, doch nach 15 Jahren sei eine Anhebung vertretbar. Erwachsene von stadtansässigen Vereinen etwa zahlen für bis zu fünf Stunden statt bisher 2,56 Euro künftig fünf Euro, für mehr als fünf Stunden werden 35 Euro fällig. Für die Kinder und Jugendlichen des SV Döbern bleibt die Hallennutzung kostenfrei. "Die Hallen werden viel genutzt", weiß Karin Aldermann. Allein der SV Döbern verbringt mit seinen Erwachsenen 145 Stunden pro Jahr in der alten Halle und 432 Stunden in der neuen Halle. Bei den Kindern kommt der Verein auf 390 Stunden in der alten und 804 Stunden in der neuen Halle. Über die Gebühren selbst gab es keine Diskussionen. Manfred Balzer brachte im Sozialausschuss aber ein anderes Thema aufs Tapet: "Warum wird das mit der Heizung nicht endlich geregelt?", fragte er. Die Heizungskörper ließen sich nicht abschalten, manchmal sei es "heiß", wenn man mit den Kindern in die Halle komme. Vom Technischen her sei eine Regelung machbar: "Wir sollen überall einsparen, aber hier werfen wir Geld mit offenen Händen raus", so Balzer. Über diese Sache, so hieß es, müsse das Bauamt informieren und der Bauausschuss beraten - auch wegen der Beleuchtungsprobleme.