"Um die Abstiegsfrage zu unseren Gunsten herauszuschieben, muss ein Sieg her", wusste SC-Teamchef Detlef Hammerschmidt. "Wir sind natürlich bestrebt, mit unserem besten Aufgebot auf die Bahn zu gehen."

Der Beginn verlief nicht ganz nach den Erwartungen, da auf den Schultern der Hoyerswerdaer eine ziemliche Last lag, die erst bewältigt werden musste. So handelten sich Rüdiger Bouillon (391) und Rainer Wrobel (428) zwar ein geringes Defizit (Günter Kießling 416, Dietmar Hoyer 419) ein, das aber zu korrigieren war.

Dem Mittelpart mit Günter Schmaler (421) und Günter Watzke (404) gelang es dann, die Schwachstelle der Gäste (Jörg Kunze 344) resolut auszunutzen und ihr Team in Front zu bringen. Da konnten auch die 405 Kegel von Matthias Gräbsch nicht viel ausgleichen. Die Schlussduos boten beidseitig hervorragenden Kegelsport.

Psychologisch im Vorteil, ließen die SC'er am angestrebten Erfolg nicht mehr rütteln. Detlef Hammerschmidt (454) und Manfred Seifert (446) kontrollierten das Geschehen und trugen wesentlich zum überraschend klaren Hoyerswerdaer Gesamterfolg von 2544 zu 2469 Kegeln bei. Auch die Radebeuler erzielten mit dem Tagesbestwert von Peter Ferl (459) und Uwe Feldmann (426) sehr gute Resultate.

KSV bleibt seiner Linie treu

Der KSV 47 Hoyerswerda unterlag, ohne Mannschaftschef Gerdt Richter antretend, bei der TSV 1859 Wehrsdorf klar mit 2320 zu 2535 Kegeln. Immer mit dem Ziel, etwas Zählbares aus der Fremde mit nach Hoyerswerda zu bringen, bekam der KSV 47 aber auch im Oberland wieder keinen Fuß auf die Erde und musste schon frühzeitig alle Erfolgsaussichten auf Eis legen.