ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:22 Uhr

Deutschlands Radsportlerin des Jahres
Verunglückte Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel in Berlin geehrt

Kristina Vogel bei der Ehrung zur Radsportlerin des Jahres.
Kristina Vogel bei der Ehrung zur Radsportlerin des Jahres. FOTO: Frank Hammerschmidt
Berlin. Große Bühne im Berliner Velodrom: Kristina Vogel ist Deutschlands Radsportlerin des Jahres.

Emotionaler Abend für Kristina Vogel: Die nach einem schweren Trainingsunfall im Sommer in Cottbus querschnittsgelähmte zweimalige Bahnrad-Olympiasiegerin ist am Samstag im Berliner Velodrom als Deutschlands Radsportlerin des Jahres ausgezeichnet worden.
Die Ehrung am Rande des Heim-Weltcups nahm Bundesaußenminister Heiko Maas vor. Bei den Männern wurde Straßenradprofi Maximilian Schachmann (Berlin) für seine starken Leistungen im Jahr 2018 ausgezeichnet.

Die große Bühne gehörte aber Vogel. Als die 28-Jährige um 17.45 Uhr im Rollstuhl auf das Holzoval kam, erhoben sich die Zuschauer von ihren Plätzen. Auch Betreuer, ehemalige Kolleginnen und Rivalinnen applaudierten. Einige Athleten unterbrachen im Innenraum kurzzeitig ihr Training.

 Kristina Vogel freut sich über ihre Auszeichnung als Radsportlerin des Jahres  führt im Anschluss freundschaftliche Gespräche im Teambereich des Volodrom.
Kristina Vogel freut sich über ihre Auszeichnung als Radsportlerin des Jahres führt im Anschluss freundschaftliche Gespräche im Teambereich des Volodrom. FOTO: Frank Hammerschmidt

„Es ist schön, alle wiederzusehen“, sagte die elfmalige Weltmeisterin Vogel: „Ich habe gar nicht so viel Zeit für alle. Ein Drücker, ein Knutscher – dann kommt schon der nächste“, sagte Vogel ins Mikrofon des Hallensprechers.

Kristina Vogel erreicht die Radrennbahn im Berliner Velodrom. Sie ist am Samstagabend als Radsportlerin des Jahres ausgezeichnet worden.
Kristina Vogel erreicht die Radrennbahn im Berliner Velodrom. Sie ist am Samstagabend als Radsportlerin des Jahres ausgezeichnet worden. FOTO: Frank Hammerschmidt

Die Erfurterin war am 26. Juni beim Training auf der Betonbahn in Cottbus bei voller Geschwindigkeit mit einem Fahrer kollidiert, der sich ebenfalls auf der Radrennbahn befand. Ihr Rückenmark wurde am siebten Brustwirbel durchtrennt. Im Unfallkrankenhaus Berlin arbeitet Vogel seither intensiv in der Reha.

Für Vogel war es am Samstag nicht die einzige Anerkennung. Bei der 15. Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Düsseldorf war sie zuvor in Abwesenheit zum Persönlichen Mitglied gewählt worden.

(SID/uf)