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| 09:14 Uhr

Johannesburg
Südafrikas Rugby-Team hat ersten schwarzen Kapitän

Johannesburg. Erstmals in der 127-jährigen Geschichte des südafrikanischen Rugby-Nationalteams ist ein schwarzer Spieler zum Mannschaftskapitän ernannt worden. Siya Kolisi werde das Team der "Springboks" im kommenden Monat bei den Spielen in England anführen, erklärte der südafrikanische Rugby-Verband am Montag. Kolisi (26) hatte erstmals 2013 für die "Springboks" genannte Nationalmannschaft gespielt.

Rugby gilt in Südafrika traditionell als ein Sport der weißen Minderheit. Erst seit dem Zerfall des rassistischen Apartheidregimes Anfang der 1990er-Jahre gab es in der Nationalmannschaft auch vereinzelt Spieler schwarzer Hautfarbe. Rugby ist in Südafrika nach wie vor eine weiße Domäne, was Fans und Spieler angeht. Schwarze Südafrikaner sind in der Regel eher dem Fußball zugewandt.

Ein Jahr nach dem Ende der Apartheid 1994 war Südafrika Gastgeber der Rugby-Weltmeisterschaft. Der erste demokratisch gewählte Präsident, Nelson Mandela, nutzte das Turnier geschickt, um die Einheit der weißen Minderheit und der schwarzen Bevölkerungsmehrheit zu fördern. Diese Geschichte wurde 2009 unter dem Titel "Invictus - Unbezwungen" verfilmt.

(dpa)