ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:44 Uhr

Radsport
Steffi Marth Fünfte bei Cross-WM

Steffi Marth mit ihrer Goldmedaille bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften.
Steffi Marth mit ihrer Goldmedaille bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften. FOTO: Marth / Hansi_Heckmair
Val di Sole/Plessa.   Mountainbikerin Steffi Marth aus Plessa (Elbe-Elster) hat sich wieder getraut: Am Wochenende hat die 32-Jährige an der Fourcross-WM im italienischen Val di Sole teilgenommen und dabei den fünften Platz eingefahren. Von Daniel Friedrich

Das Rennen fand im Rahmen des Mountainbike-Weltcups statt. „Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich dort mitfahren soll, weil ich die Deutsche Meisterschaft eigentlich nur als Ausnahme gefahren bin. Aber nach dem Sieg dort hat es mich schon gereizt, zur WM zu gehen“, berichtet Marth. Nach schweren Verletzungen durch einen Sturz vor zwei Jahren hatten ihr die Ärzte eigentlich von weiteren Radrennen abgeraten. Doch bereits im Mai dieses Jahres ging sie bei den Deutschen Meisterschaften an den Start – und erreichte prompt den ersten Platz.

An die Wettkampfstrecke nach Italien konnte Steffi Marth aus Termingründen erst spät anreisen. „Es war alles recht hektisch. Die Strecke wurde nach den letzten Jahren umgebaut und hat mir richtig zu schaffen gemacht, weil sie sehr viele schwere Hindernisse und Sprünge hatte, für die man volles Vertrauen in sich und sein Bike haben muss“, erzählt die Plessaerin. Die Qualifikation habe sie dann „etwas versemmelt“ und erreichte einen sechsten Platz. „Das ist ein schlechter Ausgangspunkt fürs Halbfinale, denn dadurch hatte ich eine Außenposition“, so Steffi Marth in ihrer Bilanz.

Wesentlich besser lief es für die 32-Jährige dann am nächsten Tag. Die Mountainbikerin fand wieder zu ihrer alten Form zurück, die Sprungprobleme vom Vortag waren vergessen. Durch die ungünstige Außenstartbahn-Position konnte sie sich im Halbfinale jedoch nicht gegen eine australische Fahrerin durchsetzen und landete somit im kleinen Finale. „Das konnte ich mit Vorsprung gewinnen und somit springt für mich ‚nur‘ der fünfte Platz raus“, schreibt sie der RUNDSCHAU-Sport­redaktion und schätzt ein: „Es wäre ganz sicher eine Medaille drin gewesen, aber ich bin froh, dass ich gesund aus dem Rennen raus gehe und habe auf alle Fälle wieder den Spaß und das Feuer in mir gespürt.“

Für dieses Jahr hat Steffi Marth keine weiteren Wettkämpfe mehr geplant. Den August will sie stattdessen nutzen, um das Bike-Festival Plessa am 1. September vorzubereiten.