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Radsport
Romy Kasper in Berlin schwer gestürzt

Roger Kluge hat mit seinem Partner Theo Reinhardt wieder Boden gutgemacht.
Roger Kluge hat mit seinem Partner Theo Reinhardt wieder Boden gutgemacht. FOTO: Frank Hammerschmidt / Hammerschmidt Frank
Berlin/Forst. Die 29-jährige Forsterin hat sich beim Sechstagerennen ohne eigene Schuld zwei Rippen gebrochen.

Eigentlich wollte sie beim Berliner Sechstagerennen Erfahrungen und Pluspunkte für die Bahn-WM sammeln. Doch Romy Kasper vom PSV Forst musste am Samstag den Wettbewerb unfreiwillig beenden. Nach einem schweren Sturz war sie mit Verdacht auf eine Einblutung im Gehirn in ein Berliner Krankenhaus gebracht und auf der Intensivstation betreut worden. „Der Verdacht hat sich zum Glück nicht bestätigt, es sind lediglich zwei Rippen gebrochen“, sagte die 29-Jährige am Sonntag auf RUNDSCHAU-Nachfrage. An den Sturz selbst kann sie sich nicht mehr erinnern. „Ich habe mir die Szene aber inzwischen auf Video angeschaut“, so die Forsterin. Demnach sei sie im Madison, wo sie mit Lisa Küllmer (RSC Cottbus) ein Team bildete, beim Wechsel von einer italienischen Fahrerin abgeräumt worden. „Ich war mal wieder nicht selbst schuld, doch das hilft mir jetzt auch nicht weiter“, so Romy Kasper. „Schade schade, aber da meine Partnerin Lisa Küllmer so kampfstark die letzten 20 Runden allein zu Ende gefahren ist, sind wir trotzdem noch Dritter  geworden. Es war bis zum Sturz ein saustarkes Rennen, mit dem wir durchaus zufrieden sein können“, ergänzte sie auf ihrer Facebook-Seite. Die PSV-Fahrerin hat die Hoffnung nicht aufgegeben, schon bald wieder aufs Rad steigen zu können. „Ich weiß, wie es sich mit gebrochenen Rippen fährt“, sagt sie. Ihr großes Ziel in diesem Jahr sei weiterhin die Teilnahme an der Bahn-WM. Zumindest die Nacht zum Montag musste die Forsterin noch unter Kontrolle im Krankenhaus verbringen.

Nach dem vierten Veranstaltungs-Abschnitt des 107. Berliner Sechstagerennens haben die Mitfavoriten Roger Kluge/Theo Reinhardt vor 7000 Zuschauern ihren Rundenrückstand wieder aufgeholt. Am Sonntag setzten sich die niederländischen Vorjahressieger Yoeri Havik und Wim Stroetinga (318 Punkte) vor den Belgiern Kenny de Ketele und Moreno de Pauw (309) im Velodrom wieder an die Spitze. Sechs Fahrer-Paare liegen in der Nullrunde. Die Lokal-Matadore Kluge/Reinhardt aus Eisenhüttenstadt und Berlin rangieren mit 274 Punkten auf Platz fünf. Das Gesamtsieger-Paar steht am Dienstag fest.

Im erstmalig durchgeführten Einlage-Wettbewerb der Sprinterinnen setzte sich Kristina Vogel (Erfurt) vor Miriam Welte (Kaiserslautern) auf den ersten Platz der Zwischenwertung. Beide holten bei Olympia in London Gold im Teamsprint.

Romy Kasper ist beim Berliner Sechstagerennen schwer gestürzt. Sie musste in einem Krankenhaus versorgt werden.
Romy Kasper ist beim Berliner Sechstagerennen schwer gestürzt. Sie musste in einem Krankenhaus versorgt werden. FOTO: Frank Hammerschmidt