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Snowboardcrosser kritisieren Kurs
"Will nicht mit jedem Sprung mein Genick riskieren"

Nach ihrem Ausscheiden bei den Olympischen Winterspielen haben die deutschen Snowboardcrosser den Kurs von Pyeongchang kritisiert. Martin Nörl, Paul Berg und Konstantin Schad klagten, dass der Streckenverlauf und die weiten Sprünge nicht zusammenpassten.

"Ich habe ein Problem damit, mit jedem Sprung mein Genick zu riskieren", sagte der 30-jährige Schad am Donnerstag und deutete an, in Zukunft auf Olympia verzichten zu können. "Man will anscheinend sehen, dass alles weit und spektakulär geht. Wenn es in die Richtung geht, ist es vielleicht auch bald mal ohne mich."

Auf der Snowboardcross-Strecke im Phoenix Snow Park war es zu zahlreichen Stürzen gekommen, auch Olympiasieger Pierre Vaultier war davon im Halbfinale nicht verschont geblieben. "Wir haben das im Training angesprochen, aber geändert wurde nichts", sagte Nörl. Der 24 Jahre alte Adlkofener hatte seinen Sturz im Halbfinale nach eigenen Worten aber selbst verschuldet und wurde am Ende Achter.

Der als Medaillenanwärter gehandelte Berg aus Konstanz schied nach einem Crash im Viertelfinale aus. Für Schad war bereits in der ersten K.o.-Runde Endstation. "Es ist für die Leute extrem spektakulär, für uns Sportler ist es manchmal nicht ganz so glücklich, weil du Probleme hast, die Kontrolle zu halten", sagte Berg.