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Diplomatie bei Olympia
Südkorea zahlt Millionen für Nordkoreas Cheerleader

Südkorea hat sich den symbolträchtigen Auftritt des Bruderstaates Nordkorea bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang einiges kosten lassen. Der Olympia-Gastgeber zahlt für den Besuch hunderter von Cheerleadern und Mitgliedern anderer Gruppen aus Nordkorea.

Es geht nach Angaben des Vereinigungsministeriums in Seoul um Kosten in Höhe von knapp 2,9 Milliarden Won (etwa 2,2 Millionen Euro).

Das zuständige Gremium zur Förderung des bilateralen Austausches habe den Plänen zugestimmt, dass das Geld aus dem staatlichen Budget für die innerkoreanische Zusammenarbeit komme, teilte das Ministerium am Mittwoch mit.

Nach langer Funkstille zwischen beiden Ländern hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu Beginn des Jahres zu erkennen gegeben, sich Südkorea wieder annähern zu wollen. Beide Länder hatten sich später auf die Entsendung von 22 nordkoreanischen Sportlern zu den Spielen geeinigt, eingeschlossen zwölf Eishockeyspielerinnen für eine gemeinsame Korea-Mannschaft.

Auch schickte die kommunistische Regierung in Nordkorea eine Jubelgruppe mit mehr als 200 Cheerleadern und Mitgliedern einer Marschkappelle sowie für das Rahmenprogramm der Spiele ein großes Orchester und Taekwondo-Kämpfer für einige Demonstrationsveranstaltungen. Die Kosten für die Teilnahme der nordkoreanischen Athleten übernimmt das Internationale Olympische Komitee.