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| 02:49 Uhr

Zürich im Blick – Rio im Herzen

Zurück im Verein: Mit viel Beifall wurde die Olympionikin Antje Möldner-Schmidt aus London zurückempfangen. Foto: Helbig/mih1
Zurück im Verein: Mit viel Beifall wurde die Olympionikin Antje Möldner-Schmidt aus London zurückempfangen. Foto: Helbig/mih1 FOTO: Helbig/mih1
Cottbus. Mit Umarmungen, Blumen und viel Beifall ist Antje Möldner-Schmidt vom LC Cottbus wieder in der Lausitz empfangen worden. Die Olympia-Siebte von London im 3000-Meter-Hindernislauf war am Mittwoch mit der "MS Deutschland" in Hamburg angekommen und hatte es sich nicht nehmen lassen, gleich am Tag danach bei ihrem Verein vorbeizuschauen. Jan Lehmann

In ihrer Dankesrede vor Vereinsmitgliedern, Sponsoren und Schülern der Lausitzer Sportschule gewährte sie sogar einen Einblick in ihre langfristigen, womöglich noch geheimen Planungen. Als Motivation für die Junioren-Leichtathleten sagte sie folgenden Satz: "Es wäre schön, wenn ich einen von euch in vier Jahren in Rio treffen könnte."

Plant die 28-Jährige also eine weitere Olympia-Teilnahme - 2016 in Rio de Janeiro? Antje Möldner-Schmidt will sich nicht festlegen und betont: "Ich schaue von Jahr zu Jahr, so weit voraus kann man das nicht planen." Doch sie gibt zu: "Nachdem ich London erlebt habe, würde ich eigentlich gern noch einmal dabei sein. Es war eine gigantische Atmosphäre. Ich musste beim Einlaufen ins Stadion aufpassen, dass da nicht die Tränen kullern."

Der Kopf erbittet sich also noch etwas Bedenkzeit, doch das Sportlerherz der Hindernisläuferin hat schon einen festen Platz für die Spiele in Rio.

Fest im Blick hat Antje Möldner-Schmidt erst einmal das Diamond-League-Sportfest in Zürich am 30. August. Dort ist sie nach ihrer starken Leistung in London als zweitbeste Europäerin eingeladen worden. Ebenfalls dabei ist sie beim 71. Istaf in Berlin am 2. September. Der LC Cottbus wird mit einer großen Fan-Delegation im Berliner Olympiastadion dabei sein.

Dann ist für diese Saison Schluss - 2013 ist die Freiluft-WM in Moskau der Saisonhöhepunkt. Insgeheim peilt Antje Möldner-Schmidt dann eine Zeit von 9:15 min. an. Das wäre neuer deutscher Rekord - und sicherlich ein kleiner Fingerzeig in Richtung Rio.