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"Zu blöde!" – Dynamo-Coach Neuhaus tobt

Uwe Neuhaus war ziemlich bedient.
Uwe Neuhaus war ziemlich bedient. FOTO: dpa
Bochum. Die SG Dynamo Dresden setzt ihren Abwärtstrend in der 2. Fußball-Bundesliga fort und hat das zweite Spiel in Serie verloren. JEns Masslich

Am Sonntag unterlagen die Sachsen dem VfL Bochum durch Tore von Felix Bastians (16./27.) und Lukas Hinterseer (88.) mit 2:3 (1:2). Philip Heise (11.) hatte Dynamo vor 14 808 Zuschauern im Ruhrstadion zunächst in Führung gebracht, Aias Aosman (77.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich.

"Ich bin schon richtig enttäuscht, weil wir aus Sandhausen nicht gelernt haben. Die erste Halbzeit war nicht annähernd das, was wir uns erwartet haben. Dann sind wir aber zu blöde, einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. In unbedrängten Situationen hauen wir die Bälle quer übers Feld, wenn es aber notwendig ist, fangen wir an, Kunststückchen zu unternehmen. Das macht mich schon richtig sauer", schimpfte Trainer Uwe Neuhaus und kündigte eine härtere Gangart an "Ich werde meiner Verantwortung gerecht werden und so trainieren, dass die Mannschaft es auch spürt."

Wie auch schon eine Woche zuvor, mussten sich die Sachsen gegen aggressiv verteidigende Hausherren erwehren, wurden im Spielaufbau schon am eigenen Strafraum forsch attackiert. Häufig blieb nur der lange Ball auf die Außenbahnen, wo Patrick Möschl und Erich Berko immer wieder versuchten, sich über Einzelaktionen in Szene zu setzen. So auch in der elften Spielminute, als sich beide über rechts durchdribbelten und Heise plötzlich völlig freistehend auf Vorlage von Berko zur Gäste-Führung einschieben konnte.

Der Dresdner Jubel währte nur kurz, weil Bochum sich vom Rückstand nicht beeindrucken ließ und die Partie innerhalb von 15 Minuten unter gütiger Mithilfe der Dynamo-Innenverteidiger drehte. Erst verlängerte Florian Ballas einen langen Ball unglücklich auf Bastians, der zum Ausgleich traf. Dann foulte Jannik Müller Bochums Robbie Kruse im Strafraum, wiederum Bastians verwandelte den fälligen Strafstoß.

Bochum konzentrierte sich dann komplett aufs Verteidigen, und Dresden fand gegen das Abwehrbollwerk der Westfalen keine Mittel fand. Nur ein abgewehrter Eckball, der an der Strafraumgrenze vor die Füße von Aosman fiel, führte zum Ausgleich. Auf der andere Seite konnte der eingewechselte Konrad den Ball nicht klären, Hinterseer traf mit der einzigen Bochumer Gelegenheit im zweiten Durchgang zum Endstand. "Wir waren ein bisschen naiv, wollten hinten rausspielen. Der Ball muss einfach weg. Einfach einen Punkt mitnehmen und gut", schimpfte Heise.