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Wundertüte Dynamo – gegen die "Großen" läuft's wie geschmiert

Neben Andreas "Lumpi" Lambertz (3.v.l.) trafen Stefan Kutschke und Pascal Testroet sowie Akaki Gogia doppelt gegen den VfB.
Neben Andreas "Lumpi" Lambertz (3.v.l.) trafen Stefan Kutschke und Pascal Testroet sowie Akaki Gogia doppelt gegen den VfB. FOTO: dpa
Dresden. Dynamo Dresden ist im Soll, einzig die Konstanz lässt auf sich warten. Auffällig sind die schwankenden Leistungen gegen die "Großen" und "Kleinen" der Liga. Gegen Stuttgart gab es ein 5:0. dpa/jam

Wenn es gegen die "Großen" geht, läuft es bei Dynamo Dresden wie geschmiert. Das musste nun auch Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart schmerzlich zur Kenntnis nehmen, der am Samstag mit 0:5 (0:3) unter die Räder kam und für die Gastgeber nach zuletzt vier sieglosen Spielen ein dankbarer Aufbauhelfer war. Hinten stand wieder einmal die Null, im Angriffsspiel präsentierte der Zweitliga-Aufsteiger die Effektivität und Kaltschnäuzigkeit der vergangenen Saison.

"Ich hätte jedem kommentarlos den Vogel gezeigt", der solch ein Ergebnis prognostiziert hätte", meinte Dynamo-Coach Uwe Neuhaus. Zu desolat präsentierte sich seine Mannschaft während der vier sieglosen Partien zuvor - allerdings gegen weniger namhafte Konkurrenz.

Und genau deswegen wissen Trainer und Mannschaft den Sieg gegen die Schwaben richtig einzuschätzen, richten den Blick direkt auf die nächste Aufgabe. "Wir können das kurz genießen und dann gilt es das Ganze abzuhaken und sich auf nächste Woche vorzubereiten. Wir müssen das, was wir heute gut, aber auch falsch gemacht haben, in Ruhe analysieren. Heidenheim wird ein ganz anderes Spiel gegen eine völlig andere Truppe", erklärte Doppeltorschütze Akaki Gogia.

Die Mannschaft von Cheftrainer Frank Schmidt rangiert derzeit auf Platz zwei der Tabelle und beeindruckt dabei durch sein schnelles Umschaltspiel. Beim 2:0-Sieg am Samstag in Fürth erzielte der Ex-Cottbuser Tim Kleindienst sein dritte Saisontor für die Heidenheimer, die nun also Dresden empfangen.

"Ein brutaler Gegner", prophezeit Dynamos Pascal Testroet. Sturmkollege Stefan Kutschke findet nach dem 5:0-Sieg gegen Stuttgart zugleich mahnende Worte: "Wir sollten nicht bis Donnerstag erzählen, wie toll alles ist." Der 27-Jährige zieht Parallelen zum Erfolg gegen Hannover 96. Im Anschluss verloren die Sachsen drei von vier Partien deutlich - ohne eigenen Treffer.

Die Gefahr von Größenwahn sieht indes niemand in Dresden. "Wenn ihr einen findet, der jetzt anfängt rumzuspinnen, dann gebt mir bitte Bescheid. Es gibt keinen Grund dafür", sagte Marco Hartmann den lokalen Journalisten. Dynamos Kapitän lässt sich von dem Erfolg jedenfalls nicht täuschen, zu präsent sind die Ergebnisse der vergangenen Partien.