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| 17:32 Uhr

Radsport
Worrack und Brennauer im WM-Zeitfahren chancenlos

Trixi Worrack hat nach dem Teamzeitfahren vom Sonntag nicht mehr genügend Kraft.
Trixi Worrack hat nach dem Teamzeitfahren vom Sonntag nicht mehr genügend Kraft. FOTO: dpa / Kerstin Joensson
Innsbruck. Trixi Worrack vom RK Endspurt Cottbus hat eine Medaille im Einzelzeitfahren bei der Straßenrad-WM in Innsbruck deutlich verpasst. Der enge Zeitplan machte ihr einen Strich durch die Rechnung.

Teamweltmeisterin Trixi Worrack aus Dissen und die frühere Titelträgerin Lisa Brennauer waren bei der WM-Show der Niederländerinnen im Einzelzeitfahren absolut chancenlos. Die Lausitzerin Worrack kam bei der Straßenrad-WM in Innsbruck drei Tage vor ihrem 37. Geburtstag mit über drei Minuten Rückstand auf Siegerin Annemiek van Vleuten nur auf den 15. Rang, auch die Allgäuerin Lisa Brennauer (30) enttäuschte als 14. auf ganzer Linie.

In der Reihenfolge van Vleuten (34:25 Minuten), Anna van der Breggen (34:54) und Ellen van Dijk (35:50) gingen Gold, Silber und Bronze nach 27,7 km an die alles überragende Nation im Frauenradsport. Van Vleuten verteidigte damit ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich. Auch im Straßenrennen am Samstag über 156,2 km sind die Niederlande favorisiert und die deutschen Fahrerinnen nur Außenseiter.

"Die Beine waren zu schwer, ich war zu müde", sagte Worrack, die am Sonntag ihren fünften WM-Titel im Teamzeitfahren errungen hatte, dies allerdings danach als ihr wichtigstes WM-Rennen bezeichnete: "Darauf zu verzichten, wäre keine Option gewesen."

"Ich bin enttäuscht, ich habe mir mehr erwartet. Ich muss das jetzt erstmal abhaken und mich auf das Straßenrennen konzentrieren", sagte Brennauer (37:14), die 2014 im Kampf gegen die Uhr WM-Gold gewonnen hatte. Dieses Jahr war sie in Glasgow Europameisterin in der Einzelverfolgung auf der Bahn geworden.

Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hofft nun, dass am Mittwoch der viermalige Weltmeister Tony Martin oder Newcomer Maximilian Schachmann im Einzelzeitfahren der Männer um die Medaillen kämpfen können. Martin startet dort als siebtletzter Fahrer um 15.31 Uhr, Schachmann geht um 14.44 Uhr auf die 52,1 km lange Strecke.

Im WM-Einzelzeitfahren der Junioren fuhr Michel Heßmann (Unna) ganz knapp an der Bronzemedaille vorbei. Der 17-Jährige belegte nach 27,7 km in 35:02 Minuten Rang vier. Gold holte das belgische Ausnahmetalent Remco Evenepoel (33:15 Minuten).

(SID)