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| 17:27 Uhr

Radsport
Weltmeisterin Worrack: „Das ist Wahnsinn“

Das deutsche Team Canyon Sram Racing lieferte eine perfekte Vorstellung auf den Tiroler Straßen.
Das deutsche Team Canyon Sram Racing lieferte eine perfekte Vorstellung auf den Tiroler Straßen. FOTO: imago/Mario Stiehl / Mario Stiehl
Innsbruck/Cottbus. Radsportlerin Trixi Worrack holt erneut WM-Gold in die Lausitz. Der Triumph fällt besonders emotional aus – bei ihrem Heimatverein RK Endspurt gibt es derweil doppelte Aufregung. Von Jan Lehmann

Was für ein Wechselbad der Gefühle, was für ein Triumph! Trixi Worrack aus dem Spreewalddorf Dissen hat wieder WM-Gold in die Lausitz geholt. Mit ihrem Canyon-Sram-Team düpierte die 36-Jährige am Sonntag beim Teamzeitfahren in Innsbruck die gesamte Weltelite und holte damit ihren fünften Titel in dieser Disziplin. Das Siegerteam brauchte über 54,1 Kilometer 1:01,46 Stunden. Der große Favorit Sunweb wurde mit 29 Sekunden Rückstand nur Dritter. Dazwischen schob sich noch Boels Dolmans aus Belgien (+22).

„Es war sehr emotional, diese Goldmedaille bedeutet mir so viel. Das ist Wahnsinn“, sprudelte es aus der überglücklichen Sportlerin. Gemeinsam mit ihrer deutschen Teamkollegin Lisa Klein sowie Elena Cecchini (Italien), Alena Amialiusik (Weißrussland), Alice Barnes und Hannah Barnes (beide Großbritannien) hatte Worrack im Zielbereich noch auf die anderen Teams warten müssen. Mit bangem Blick und vors Gesicht geschlagenen Händen verfolgte sie die letzten Sekunden des Rennens. Sie berichtete: „Auf der Strecke lief es heute von Beginn an perfekt. Wir wussten, dass wir einen guten Vorsprung hatten. Doch beim Zeitfahren muss man immer bis zum Schluss abwarten. Das war eine Nervenprobe.“

Dann die Erlösung: „Wir haben es!“ Die Teamkolleginnen lagen sich in den Armen, die ersten Freudentränen rollten. Als später bei der Siegerehrng die deutsche Hymne lief, überkam es auch Worrack.  Sie beschrieb: „Ich war absolut zwiegespalten, irgendwo zwischen Traurigkeit und absoluter Freude. Das ist mein letztes Rennen für dieses Team, und dann noch einmal Gold. 2012 war ich ja auch dabei, als wir das erste Mal Gold geholt haben.“ Die Dissenerin wechselt in der kommenden Saison zum US-Rennstall Trek. Ob sie dann noch einen weiteren Titel im Teamzeitfahren holen kann ist ungewiss. In der jetzigen Form soll es das Rennen künftig nicht mehr geben.

Für Worrack hieß es bereits am Sonntag Abschied nehmen von ihrem Team. Nach dem gemeinsamen Mittagessen zerstreute sich die Mannschaft, die Fahrerinnen reisten zu ihren Nationalmannschaften und sind bereits am Dienstag Konkurrentinnen. Dann steht das Einzelzeitfahren an. Worrack schaute voraus: „Ich muss mir am Montag die Strecke anschauen und trainieren. Mal sehen, ob ich mich für Dienstag rechtzeitig erholen kann.“ Nach ihrem schweren Sturz in Italien vor zwei Jahren, als ihr bei einer Notoperation eine Niere entfernt werden musste, fährt die 36-Jährige immer mit einem Handicap. Doch der Triumph vom Sonntag gibt ihr extrem viel Schwung: „Wir wollten eine Medaille, jetzt haben wir sogar Gold. Alles was jetzt noch kommt, ist Zugabe“, so Worrack.

In der Lausitz erlebte ihr allererster Trainer Eberhard Pöschke derweil einen doppelt aufregenden Tag. Weil es bei Worracks Heimaverein RK Endspurt Cottbus in der Nacht zu Sonntag einen Einbruch gegeben hatte und unter anderem Geld gestohlen wurde, musste der 84-Jährige sich mit der Kriminalpolizei statt mit dem WM-Rennen beschäftigen. Erst von der RUNDSCHAU erfuhr die Cottbuser Radsportlegende von Worracks erneuten Triumph und war überglücklich: „Ich freue mich sehr für Trixi, sie ist eine ganz besondere Sportlerin“, so Pöschke. Vor 23 Jahren war Peter Worrack mit seiner Tochter zum ersten Mal zu ihm gekommen. Pöschke erinnert sich: „Schon beim ersten Bahntraining hat das sehr gut funktioniert. Trixi hat dann schnell auch ihre ersten Rennen gewonnen.“

Dass es nun bereits zum fünften Team-Gold gereicht hat, freut Pöschke besonders: „Nach ihrem Sturz in Italien hätten viele andere Fahrerinnen aufgegeben und ihre Karriere beendet. Aber Trixi nicht. Sie ist außergewöhnlich.“

Trixi Worrack (l.) jubelt mit ihrem Team Canyon Sram Racing bei der Siegerehrung.
Trixi Worrack (l.) jubelt mit ihrem Team Canyon Sram Racing bei der Siegerehrung. FOTO: dpa / Eric Lalmand
ROT  //    Struempfe von Weltmeister Team Canyon Sram Racing mit Trixi WORRACK (Deutschland / Team Canyon Sram Racing) - Lisa KLEIN (Deutschland / Team Canyon Sram Racing) - Alena AMIALIUSIK (Weissrussland / Team Canyon Sram Racing) - Alice BARNES (Grossbritannien / Team Canyon Sram Racing) - Hannah BARNES (Grossbritannien / Team Canyon Sram Racing) und Elena CECCHINI (Italien / Team Canyon Sram Racing) -  Teamzeitfahren Frauen  - Mannschaftszeitfahren - RAD - WM - Rad-WM - 2018 in Innsbruck - Radweltmeisterschaft - Weltmeisterschaft Radfahren - Strasse - Stra§e - Nationalmannschaft - Nationaltrikot - © Roth-Foto - Roth & Roth - Markus und Michael Roth - Rosenhof 15, 50226 Frechen  - www.Roth-Foto.de - Weitere Fotos in der Bilddatenbank www.Roth-Foto.de .NUR DEUTSCHLAND - *** Local Caption ***  - copyright by: ROTH-FOTO - Roth & Roth, Rosenhof 15, 50226 Frechen,  Abdruck + jede Verwendung honorarpflichtig. Honorar ist MwSt-pflichtig: + 7% MwSt. Veroeffentlichung ausschliesslich fuer journalistisch-publizistische Zwecke. Verwendung bedingt das Einverstaendniss unserer AGBs unter: www.Roth-Foto.de
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