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| 18:02 Uhr

Worrack fährt knapp am Podest vorbei

Trixi Worrack aus Dissen verhalf ihrer Teamkollegin Lisa Brennauer zum Gesamtsieg und war selbst mit Rang vier zufrieden.
Trixi Worrack aus Dissen verhalf ihrer Teamkollegin Lisa Brennauer zum Gesamtsieg und war selbst mit Rang vier zufrieden. FOTO: dpa
Greiz. Radrennfahrerin Lisa Brennauer hat erstmals die Thüringen-Rundfahrt gewonnen. Die 29-Jährige fuhr am Dienstag in Gotha jubelnd als 13. Sandra Degenhardt, Jan Lehmann und Frank Noack

mit dem Hauptfeld ins Ziel und feierte damit einen großen Erfolg. "Die Ladies Tour ist eine ganz besondere Etappenfahrt, auch wenn sie nicht zur World Tour zählt. Bei solch einer Veranstaltung im eigenen Land ganz oben zu stehen, ist für mich ein großer Erfolg", sagte die Kemptnerin, die bei Canyon-SRAM Teamkollegin von Trixi Worrack ist.

Die Dissenerin landete in der Endabrechnung auf Rang vier und hatte dabei nur 17 Sekunden Rückstand auf Hayley Simmonds aus Großbritannien auf Rang drei. Auf dem zweiten Platz kam mit 19 Sekunden Rückstand auf Brennauer die Niederländerin Ellen van Dijk ein. Die deutsche Zeitfahr-Meisterin Worrack, die 52 Sekunden hinter Brennauer lag, erklärte: "Ich bin zufrieden. Der vierte Platz im Zeitfahren war auch okay."

Die letzte Etappe über 80,5 Kilometer rund um Gotha sicherte sich Skylar Schneider aus den USA vor der Kanadierin Alison Jackson und Rushlee Buchanan aus Neuseeland. Die Tagessiegerin zeigte sich überglücklich: "Ich kann es noch gar nicht glauben. Ich war noch nie in einer solchen Situation. Hier zu gewinnen ist der größte Erfolg meiner Karriere."

Gesamtsiegerin Brennauer kam am Dienstag 20 Sekunden nach dem Spitzen-Trio ins Ziel. Worrack beendete die sechste Etappe als 19. Sie bekam viel Lob von ihrer Teamkollegin. Brennauer erklärte: "Mein Team hat heute sehr viel gearbeitet. Dafür kann ich mich gar nicht genug bedanken! Ohne sie hätte ich die Rundfahrt nicht gewinnen können. Gerade heute war es mir wichtig, an den Zwischensprints ein paar Sekunden zu sichern. Man hat ja gestern gesehen, wie schnell etwas passieren kann, da wollte ich mit ein paar Sekunden Puffer zum Ziel kommen."

Die Forsterin Romy Kasper, die in Thüringen für die deutsche Nationalmannschaft fuhr, landete in der Endabrechnung auf Rang 22, sie hatte im Ziel 2:44 Minuten Rückstand auf die Gesamtsiegerin Brennauer. Doch auch Kasper hat in Thüringen ihre Stärke gezeigt. Nur wenige Tage nach ihrem Einsatz beim Giro in Italien gehörte sie auch diesmal zu den aktivsten Fahrerinnen. "Ich bin froh, dass ich nach dem Giro hier so gut durchgekommen bin", bilanziert Kasper. Vor allem bei der schweren Berg ankunft am Freitag in Dörtendorf zeigte sie sich vorn im Feld und schaffte als Tagesdritte den Sprung auf das Podest, obwohl die 29-Jährige eigentlich nicht zu den Kletterspezialistinnen im Peloton zählt. "Da habe ich mich selbst ein wenig überrascht", freut sich Romy Kasper.

Nach Giro und der Thüringen-Rundfahrt stehen für sie jetzt erstmal einige Tage der Erholung im heimischen Forst auf dem Programm. Eventuell will Kasper am Sonntag beim Bundesliga-Rennen im Rahmen von Cottbus - Görlitz - Cottbus an den Start gehen. "Das entscheide ich aber kurzfristig. Je nachdem, wie ich mich fühle", blickt sie voraus.

Am 29. Juli folgt dann das World Tour Rennen in London sowie die Europameisterschaft vom 2. bis 6. August in Herning in Dänemark.