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| 02:37 Uhr

Wo Tischtennis-Cracks groß rauskommen

Wie alle anderen trainiert auch die siebenjährige Cottbuserin Joelle Kleinert sehr eifrig. Nach knapp einem Jahr hat sie sogar schon bei der Landesmeisterschaft im Doppel eine Bronzemedaille erkämpft.
Wie alle anderen trainiert auch die siebenjährige Cottbuserin Joelle Kleinert sehr eifrig. Nach knapp einem Jahr hat sie sogar schon bei der Landesmeisterschaft im Doppel eine Bronzemedaille erkämpft. FOTO: Rudolf Fischer/rfs1
Cottbus. 16 Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 15 Jahren, davon zwölf D-Kader, trainieren gegenwärtig beim Landesstützpunkt (LSP) "TT-Pool Lausitz", der sein Einzugsgebiet für Tischtennis-Talente im Süden Brandenburgs hat. Es ist einer von drei Stützpunkten des Landes, der vom Tischtennis-Verband Brandenburg (TTVB) angeleitet wird. Von RUDOLF FISCHER / rfs1

Trainingsstätte ist die Cottbuser Sporthalle in der Neuen Straße 41. Der Cottbuser TT Team e.V. ist der Trägerverein des LSP.

Erklärtes Ziel des Stützpunktes ist es, durch den Tischtennis-Nachwuchs das Land Brandenburg überregional zu repräsentieren und zugleich Auswahlkader zu entwickeln. Die talentiertesten Kinder und Jugendlichen unter anderem aus Finsterwalde, Hirschfeld, Vetschau, Königs Wusterhausen, Cottbus und Spree-Neiße werden von Cheftrainer Detlef Schulze (B-Lizenz) und den beiden anderen Coaches Daniel Blaszyk (B-Lizenz) und Sandra Wislaug (C-Lizenz) in vornehmlich ehrenamtlicher Tätigkeit dienstags und samstags nach neuesten Methoden im LSP ausgebildet. "Sie verstehen es sehr gut, mit viel Einfühlungsvermögen und gleichzeitiger Forderung nach besten athletischen, technischen und taktischen Ergebnissen ihren sportlichen Anforderungen nachzukommen", so die Einschätzung des Landestrainers Uwe Beyer.

Die bisherigen Erfolge ihrer Arbeit waren seit der Gründung des LSP im Jahr 2007 recht groß. Viele vordere Plätze wurden bei den Einzel- und Mannschaftswettbewerben in den jeweiligen Altersklassen erspielt. Das betrifft die Ranglistenwettbewerbe sowie die Landesmeisterschaften. Aber auch über die Grenzen hinaus gab es viele Erfolge. Das betraf in jüngster Vergangenheit das sehr gute Abschneiden des elfjährigen Neuendorfers Matti Klein beim Future-Cup, die hervorragenden Ergebnisse bei den deutschen Pokalkämpfen durch die Cottbuserinnen (CTTT) Lisa Wolschina (13) und Lea Haupt (14) sowie Sandra Wislaug und nicht zuletzt die Qualifikation von Lisa bei den norddeutschen Meisterschaften zur deutschen Meisterschaft.

Das zusätzliche Training in den Heimatvereinen und die Teilnahme im Punktspielbetrieb der Stadtliga bis Verbandsoberliga verleiht den Schützlingen weiteren sportlichen Qualitätszuwachs. So spielt unter anderem der 15-jährige Robin Wittke in seinem Vetschauer Heimatverein in der Herren-Landesliga überragend. Wolschina und Haupt haben sich zu Leistungsträgern in der Verbandsoberliga des CTTT etabliert und andere präsentieren sich ebenfalls prächtig.

Die Quellen zur Entdeckung und Zuführung der jungen Talente zum Landesstützpunkt sind vielfältig. Hier spielen zum Beispiel die Sichtungen an Schulen eine wichtige Rolle. Beispielhaft arbeitet hier seit vielen Jahren der Frauendorfer Willi Koch (76). Er ist für seine Talentsichtung und Anfangsausbildung weit über die Regionalgrenzen hinaus bekannt. Desweiteren sind die Minimeisterschaften, Sichtungsturniere, die Bewegung "Jugend trainiert für Olympia" oder Tage der offenen Tür Quellen zur Talententdeckung.

So hat sich zum Beispiel Janne Richter (9) aus Spremberg durch den sensationellen Bronzeplatz bei der deutschen Minimeisterschaft wärmstens für den TT-Pool Lausitz empfohlen. Und dieser Weg wird konsequent weiter beschritten. "Der TTVB ist stolz auf den Landesstützpunkt in Cottbus, weil hier viel bewegt wird, die Zusammenarbeit, auch mit dem Trägerverein, bestens funktioniert und zunehmend mehr sichtbar wird, dass der TT-Pool Lausitz ein echter Anlaufpunkt für das leistungsorientierte Nachwuchstraining im Süden Brandenburgs wird. Die Trainer leisten eine beispielhafte Arbeit und sind bestens auf die Zukunft vorbereitet", äußert sich Landestrainer Uwe Beyer überaus anerkennend.