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| 02:39 Uhr

WM-Topfavorit? Dahlmeier im Endspurt phänomenal

Die überragende Laura Dahlmeier rettete den deutschen Staffelsieg beim Weltcup in Ruhpolding.
Die überragende Laura Dahlmeier rettete den deutschen Staffelsieg beim Weltcup in Ruhpolding. FOTO: dpa
Ruhpolding. Dank Laura Dahlmeier hat die deutsche Damen-Staffel den zweiten Saisonsieg eingefahren. Beim Heim-Weltcup in Ruhpolding wurde das deutsche Biathlon-Quartett gefeiert. Nun muss der Bundestrainer seine WM-Formation finden. Volker Gundrum / dpa/jal

Unter ohrenbetäubendem Jubel der Biathlon-Fans hüpften Laura Dahlmeier, Franziska Preuß, Maren Hammerschmidt und Vanessa Hinz in Ruhpolding auf das Siegespodest. Das Damen-Quartett zeigte am Donnerstag beim zweiten Sieg im zweiten Staffel-Rennen der Saison seine Extra-Klasse. Deutschland siegte mit sechs Nachladern vor Frankreich (7) und Norwegen (1) und wird damit immer mehr zum WM-Topfavoriten.

"Damit kann ich gut leben", sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig. "Alle vier haben eine großen Anteil am Erfolg. Es war eines der spannendesten Rennen der Vergangenheit. Das war eine ganz tolle Teamleistung." Dabei fehlte mit Franziska Hildebrand beim ersten Ruhpolding-Sieg seit drei Jahren eine seiner Leistungsträgerinnen.

Hönig hat nun bis zum WM-Rennen am 17. Februar in Hochfilzen Zeit, die richtige Formation zu finden. "Bis zur WM sind es noch ein paar Wochen. Dort werden wir aktuell nach Leistungsstand entscheiden", kündigte der Bundestrainer an.

Nach einem phänomenalen Schlussspurt von Laura Dahlmeier wurden die deutschen Skijägerinnen mit "Oh, wie ist das schön"-Sprechchören von den 12 000 Zuschauern in der Chiemgau-Arena gefeiert. "Die Beine brennen. Ich habe mir nur gedacht, gib alles, gib alles. Dann schreien noch die Zuschauer, das beflügelt schon", sagte die strahlende Dahlmeier, die 3,5 Sekunden vor Frankreich und 4,5 Sekunden vor den Norwegerinnen über den Zielstrich gestürmt war.

Mit dem Männer-Sprint geht es am Freitag (14.45 Uhr/ARD und Eurosport) in der bayerischen Biathlon-Hochburg weiter. "Meine Eltern kommen und ein paar andere Bekannte", freute sich Oberhof-Sieger Simon Schempp. In den Chiemgauer Alpen kann dann Dahlmeier am Wochenende in Sprint und Verfolgung die Weltcup-Führung zurückerobern. "Sie ist so abgeklärt, wenn das so weiter geht, kann ihr das Gelbe Trikot keiner mehr nehmen", sagte TV-Expertin Magdalena Neuner.