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| 17:06 Uhr

Motorsport
Vorm Lausitzring: DTM-Wirbel um „Idioten“-Funkspruch

BMW-Pilot Timo Glock attackierte 
nach dem Sieg in Hockenheim das Mercedes-Team.
BMW-Pilot Timo Glock attackierte nach dem Sieg in Hockenheim das Mercedes-Team. FOTO: Tim Upietz, Gruppe C / Hoch Zwei / Gruppe C / Hoch Zwei
Klettwitz. Vor dem DTM-Rennen in zwei Wochen am Lausitzring geht es unter den Teams schon heiß her. Ein „Idioten“-Funkspruch von BMW-Pilot Timo Glock in Richtung Mercedes sorgt für Wirbel. Von Jan Lehmann

In knapp zwei Wochen kommt das Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) wieder an den Lausitzring. Und in der Serie geht es nach dem Auftaktwochenende auf dem Hockenheimring schon ziemlich heiß her. Ein „Idioten“-Funkspruch von Sonntagssieger Timo Glock sorgt für Wirbel.

Der BMW-Fahrer hatte direkt nach seiner Zieleinfahrt ins Helmmikro gebrüllt: „ Scheiße, das war geil! Das war verdammt nochmal das beste Rennen, was ich je erlebt habe. Und verdammt noch mal, Mercedes: Ihr solltet diese Serie nicht verlassen, ihr verdammten Idioten!“

Damit spielte der ehemalige Formel-1-Pilot, der bei RTL auch als TV-Experte in der Motorsport-Königsklasse arbeitet, auf den geplanten Mercedes-Ausstieg nach dieser Saison an. DTM-Chef Gerhard Berger sucht händeringend nach einem Nachfolger. Es ist nur schwer vorstellbar, dass kommende Saison mit Audi und BMW nur noch zwei Hersteller in der Traditionsserie mitfahren.

Glock erklärte seinen Funkspruch später gegenüber dem Portal „Motorsport-total.com“: „Die Ansage war geplant. Als ich über die Ziellinie fuhr, wusste ich: Diese Nachricht muss raus. Denn das ist die DTM und das ist es, worum es geht. Das ist meine persönliche Meinung und ich kann am Funk sagen, was ich will. Wenn Mercedes anderer Meinung ist, können sie es sagen.“

Laut „Motorsport-total.com“ nimmt man bei Mercedes den Glock-Funkspruch als Kompliment. „Es ist schön, dass man uns als Konkurrenten so wertschätzt“, sagte demnach Teamchef Ulrich Fritz. „Timo war schon immer ein großartiger Sportsmann und es ist toll, so etwas von ihm zu hören. Ich bezweifle allerdings, dass es etwas ändern wird.“