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Wieder Ärger um exzentrischen Schröder

Der Braunschweiger Dennis Schröder ist in Atlanta Topscorer – mitunter aber kein einfacher Typ.
Der Braunschweiger Dennis Schröder ist in Atlanta Topscorer – mitunter aber kein einfacher Typ. FOTO: dpa
Atlanta. Die letzten rund 20 Minuten schmorte Dennis Schröder auf der Bank – wohlgemerkt als Topscorer seiner Atlanta Hawks. Coach Mike Budenholzer hatte am Montag (Ortszeit) mal wieder genug vom erst in dieser Saison zum Starter aufgestiegenen Spielmacher. Benjamin Siebert

Obwohl der Basketball-Nationalspieler beim 111:119 (66:61) gegen die Golden State Warriors in der NBA 23 Punkte erzielt hatte, durfte der 23-Jährige nicht mehr mitspielen. Er hatte sich einen Disput mit Teamkollege Dwight Howard geleistet und dabei Warriors-Superstar Stephen Curry für einen Dreier völlig frei stehen lassen. Die Strafe folgte prompt.

"Ich verstehe die Entscheidung des Trainers nicht. Ich versuche einfach ehrgeizig zu sein, und versuche Spiele zu gewinnen. Der Coach und ich müssen das klären", sagte Schröder zur Situation, die Budenholzer wütend machte.

Budenholzer griff nicht zum ersten Mal gegen Schröder, der vor der Saison erst einen 70-Millionen-Dollar-Vertrag unterschrieben hatte, durch. Schon Ende Februar war der gebürtige Braunschweiger intern gesperrt worden, weil er nach der Pause nach dem NBA-Allstar-Game zu spät wieder bei seinem Club eingetroffen war. Kurz darauf verpasste er den Teambus und durfte nicht von Beginn an spielen.

"Das war einfach eine Trainer-Entscheidung. Wir müssen lernen, gemeinsam zu spielen und 48 Minuten zusammenzuhalten", erklärte der Hawks-Coach nun seine neueste Maßnahme gegen seinen exzentrischen Point Guard.

Dabei hatte Schröder gegen die Warriors überragend begonnen. Allein im ersten Viertel erzielte er 19 Punkte. Doch der Blackout kostete ihn eine bessere Ausbeute und die Hawks vielleicht sogar den Sieg. "Sowas passiert während des Spiels. Es hat uns nur drei Punkte gekostet. Wir müssen bei sowas sichergehen, dass wir es im Keim ersticken und einfach weitermachen", sagte der ebenfalls beteiligte Howard.

Atlanta ist in der Eastern Conference der NBA immerhin weiter Fünfter. Die Playoffs dürften nicht in Gefahr sein. Beste Werfer bei Golden State waren Curry und Andre Iguodala mit jeweils 24 Punkten.

Nationalspieler Paul Zipser verlor derweil mit den Chicago Bulls 95:109 (55:51) bei den Detroit Pistons. Der 23 Jahre alte Flügelspieler stand in der Anfangsformation und erzielte in 31 Minuten Spielzeit vier Punkte.