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| 01:02 Uhr

Weltmeisterinnen starten in China ins EM-Jahr

Düsseldorf.. Mit einem Vier-Nationen-Turnier in Fernost nimmt die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft ihre Vorbereitungen für die Titelverteidigung bei der Europameisterschaft im Juni auf. Im chinesischen Quanzhou trifft die DFB-Auswahl heute auf Australien.

Am Sonntag ist Russland der Gegner, ehe zum Abschluss am kommenden Dienstag die Partie gegen Gastgeber China auf dem Programm steht.
DFB-Trainerin Tina Theune-Meyer erhofft sich von den drei Spielen in nur vier Tagen erste wichtige Erkenntnisse im Hinblick auf die EM in England (5. bis 19. Juni). "Für unsere jungen Spielerinnen kommt das Turnier genau richtig. Hier können sie Erfahrungen sammeln und zeigen, was sie draufhaben", sagte Theune-Meyer vor dem "Debütantinnenball".
Vier Akteurinnen ohne A-Länder spieleinsatz haben im "Reich der Mitte" die Chance, sich für weitere Einsätze zu empfehlen. Jennifer Zietz vom Meister Turbine Potsdam wurde kurzfristig für die erkrankte Steffi Jones (1. FFC Frankfurt) in den Kader berufen. Auf ihr Debüt hoffen auch die U 19-Weltmeisterinnen Annike Krahn (FCR Duisburg), Melanie Behringer (SC Freiburg) und Célia Okoyino da Mbabi (Bad Neuenahr).
Auf Stammkräfte wie Kerstin Garefrekes (Studium), Petra Wimbersky und Pia Wunderlich (beide verletzt) muss Theune-Meyer verzichten. Doch mit "Weltfußballerin" Birgit Prinz, Torhüterin Silke Rottenberg, Sandra Minnert, Kerstin Stegemann und Spielmacherin Renate Lingor verfügt das Team über ein Quintett, das gemeinsam fast 560 Länderspiele absolviert hat.
So ist der Turniersieg in Quanzhou eigentlich Pflicht. Theune-Meyer erwartet trotzdem umkämpfte Spiele: "Die Russinnen werden sich an uns festbeißen. Das ist ein Team mit Perspektive. Ebenso Australien. China gehört ohnehin zur Elite und wird sich nach dem Olympia-Desaster von Athen beweisen wollen."
Nach der China-Reise hat das deutsche Team noch genügend Möglichkeiten, sich den EM-Feinschliff zu holen. Beim Acht-Nationen-Turnier um den Algarve-Cup im März in Portugal trifft die DFB-Elf auf die gesamte Weltelite des Frauenfußballs. Die Generalprobe bestreitet der fünfmalige Europameister in zwei Spielen gegen Kanada im April. Bis dahin will Theune-Meyer, die nach der EM im Sommer aufhört, ihren Kader beisammen haben: "In der Schlussphase sind dann kaum noch Experimente möglich." (dpa/nd)