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| 19:18 Uhr

Leichtathletik
Weltklasse-Athleten und ein bisschen frisches Blut

 Melker Svärd Jacobsson erlebt seine Springermeeting-Premiere.
Melker Svärd Jacobsson erlebt seine Springermeeting-Premiere. FOTO: Imago Sportdienstfoto GmBH / VEGARD WIVESTAD GR¯TT
Cottbus. Die Mischung macht‘s: Auch in diesem Jahr erleben einige Hochspringerinnen und Stabhochspringer in der Lausitz-Arena ihre Cottbus-Premiere. Von Mirjam Danke

Zahlreiche Hochkaräter haben sich in den vergangenen Jahren in der Lausitz-Arena in die Luft geschwungen. Sowohl bei den Stabhochspringern als auch bei den Hochspringerinnen sind immer wieder auch die ganz großen Namen beim Springermeeting vertreten. Keine Frage: Weltklasse-Athleten wie Shawn Barber und Sam Kendricks oder Ruth Beitia und Ariane Friedrich locken die Zuschauer in Scharen in die zuletzt stets ausverkaufte Halle.

Den Reiz der Veranstaltung machen aber auch jene Sportler aus, deren Namen den Besuchern vielleicht noch nicht so geläufig sind, die jedoch mitunter das Feld der Arrivierten aufmischen oder das Publikum im Sturm erobern. Auf diese Neulinge können sich die Zuschauer auch in diesem Jahr freuen.

 Der FC Barcelona ist der Verein von Neuling Didac Salas.
Der FC Barcelona ist der Verein von Neuling Didac Salas. FOTO: dpa / Valdrin Xhemaj

Meeting-Direktor Ulrich Hobeck betont: „Wir wollen von den Nationalitäten her immer eine gute Mischung und frisches Blut reinhaben – das hat für die Zuschauer viel mehr Reiz.“ Weit über 100 Athleten waren Hobeck im Vorfeld des 17. Springermeetings angeboten worden, 20 nahm er schließlich genauer ins Visier, und letzten Endes werden 17 Athleten in der Lausitz-Arena an den Ablauf gehen.

Diese zwei Stabhochspringer und vier Hochspringerinnen erleben dabei am Mittwochabend ihre Cottbus-Premiere. Die RUNDSCHAU stellt die Athleten kurz vor.

 Auch Überfliegerin Mariya Lasitskene kommt erstmals nach Cottbus.
Auch Überfliegerin Mariya Lasitskene kommt erstmals nach Cottbus. FOTO: dpa / Sven Hoppe

Melker Svärd Jacobsson: Der Schwede ist erst vor drei Wochen 25 Jahre alt geworden und damit der Jüngste im Feld der Stabhochspringer. Bei der U18-WM gewann er 2011 die Silbermedaille. Seine Hallenbestleistung datiert aus dem vergangenen Jahr und steht bei 5,78 Meter. Damit kann man in Cottbus durchaus ganz vorn landen.

Didac Salas: Der Zweitjüngste des Feldes wird im Mai 26 Jahre alt. Salas ist Spanier und Athlet des FC Barcelona. 2010 gewann er Gold bei den Olympischen Jugendspielen. Bestleistung in der Halle: 5,60.

Erika Kinsey: Auch im Feld der Frauen ist Schweden vertreten. Mit ihren 30 Jahren ist Erika Kinsey längst eine etablierte Springerin. Bis vor fünf Jahren spielte sie zudem auch Eishockey.

Nikki Manson: Die Siebte der Commonwealth Games 2018 lebt in Glasgow (Schottland). 1,90 Meter hat die 24-Jährige in der Halle schon bewältigt.

Yaroslava Mahutchikh: Erst 17 Jahre alt ist die Ukrainerin und eines der ganz großen Hochsprung-Talente. Achtung! Sie holte Gold bei der Jugend-WM 2017, Gold bei der Jugend-EM 2018 und Gold bei den Olympischen Jugendspielen 2018, dieses mit übersprungenen 1,95 Meter. Schon mit 15 Jahren überwand Yaroslava Mahutchikh 1,92 Meter – inoffizieller Weltrekord in dieser Altersklasse. Und erst am vergangenen Wochenende stellte sie im tschechischen Hustopece den U20-Hallenrekord ein – mit 1,99 Metern.

Mariya Lasitskene: Zwar neu in Cottbus, aber ganz und gar kein unbeschriebenes Blatt ist Mariya Lasitskene. Die Russin, die in der Lausitz-Arena als neutrale Athletin startet, hat in den Jahren 2014, 2015, 2017 und 2018 sowohl bei den Freiluft-Weltmeisterschaften als auch in der Halle stets Gold abgeräumt. 2,04 Meter hat die 26-Jährige schon bewältigt.

Ulrich Hobeck ist auch in diesem Jahr wieder gespannt, wie sich das Feld präsentieren wird. „Eigentlich hatten wir in den all den Jahren immer wieder Leute, die hier in Cottbus oder kurz danach den Durchbruch schaffen.“

Erinnert sei zum Beispiel an Renaud Lavillenie. Der Franzose, mittlerweile ein Weltstar, gewann im Jahr 2011 das Cottbuser Springermeeting mit 5,85 Metern. Anschließend folgten für Lavillenie viele goldene Jahre. Nur nach Cottbus kam die Ausnahmeerscheinung nicht mehr. „Damals war er noch für kleines Geld zu haben“, erinnert sich Hobeck. „Jetzt kostet er locker das Fünffache.“