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| 01:32 Uhr

Wegen WM: Fifa droht Korruptionsskandal

London. Dem Fußball-Weltverband Fifa droht ein Korruptionsskandal. Nach einem Bericht der „Sunday Times“ sollen zwei Mitglieder des Fifa-Exekutivkomitees für die Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 ihre Stimmen zum Verkauf angeboten haben.

Die Reporter der britischen Zeitung hatten sich im Gespräch mit den zwei ranghohen Verbandsvertretern als amerikanische Geschäftsleute ausgegeben, die die WM 2022 in die USA holen wollten. Fifa-Präsident Sepp Blatter informierte die Mitglieder des Exekutivkomitees in einem Brief über die “sehr unschöne Situation„ und kündigte eine “eingehende Untersuchung„ an.

Laut “Sunday Times„ gibt es von dem Gespräch Filmaufnahmen. Eine Spende in Höhe von 800 000 Dollar (570 000 Euro) an ihn, um Fußballplätze in seinem Land zu bauen, würde sein Abstimmungsverhalten beeinflussen, habe der Fifa-Vertreter gesagt. Das zweite Mitglied der “Regierung„ des Weltverbandes soll nach 3 Millionen neuseeländischen Dollar (2,3 Millionen Dollar) zur Einrichtung einer Sportakademie gefragt haben.

Am 2. Dezember vergibt die 24-köpfige Fia-Exekutive, die Turniere für 2018 und 2022. Am Freitag hatten die USA ihre Bewerbung für 2018 zurückgezogen und erklärt, sich ganz auf die WM-Vergabe für 2022 zu konzentrieren. Daraufhin hatte England seine Bewerbung für 2022 für beendet erklärt, um sich allein um die WM 2018 zu bemühen. dpa/tus