ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:41 Uhr

Warum redet keiner über Müller?

Das neue Fußballjahr in der Bundesliga ist 270 Minuten alt – Mario Götze durfte aber erst 24 davon auf dem Feld erleben. Damit wir auch nicht vergessen, wie tragisch das ist, wird die Personalie Götze in jedem zweiten Fußballtalk diskutiert.

Doch ich frage mich: Warum redet eigentlich niemand über Thomas Müller? Der darf sich zwar noch zeigen, viel auffälliger als Götze agiert er damit aber auch nicht. Sein Notenschnitt beim Fachblatt "Kicker" (3,79) ist sogar noch schlechter als der seines Nationalmannschaftskollegen (3,30). Nur Kingsley Coman und Renato Sanches bekommen beim Rekordmeister ein noch bescheideneres Zwischenzeugnis ausgestellt. Vor allem die Benotungen seiner drei Auftritte 2017 ähneln doch zunehmend meinen Arbeitsverweigerungen im Physik-Unterricht, als da wären: eine 4,5 gegen Freiburg, eine 5 gegen Bremen und eine 5 gegen Schalke.

Zum Dahinschmelzen spielte der Münchener Lausbub ja noch nie, aber solange er Räume deutete und Tore mit dem Schienbeinschoner erzielte, konnte man Müller immer noch als "Phänomen" verkaufen. In der vergangenen Saison waren es noch 20 Treffer an der Zahl. Aktuell ist es einer - im Übrigen genauso viel wie bei Mario Götze.