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| 18:48 Uhr

Fußball
Wacker jubelt: Landesligist im Viertelfinale

Ströbitzer Jubelschreie: Kommt nun Energie als Pokalgegner?
Ströbitzer Jubelschreie: Kommt nun Energie als Pokalgegner? FOTO: FuPa Brandenburg / Sven Bock/FuPa Brandenburg
Cottbus. Ströbitzer schaffen gegen MSV Neuruppin nächste Pokalsensation. Favorit verzweifelt an Keeper Thoms. Von Sven Bock

Brandenburgpokal: Wacker Ströbitz – MSV Neuruppin 1:0 n.V. (0:0, 0:0)

T: 1:0 Afzal (109,); S: Wilke (Trebbin); Z: 112;

Wacker: Thoms – Heither, Röder, Semke, Netzker, Valentin, Voigt (113. Lehmann), Walter (46. Heumann), Schütz (46. Schulisch), Jäkel, Afzal.

Wacker Ströbitz ist die nächste Überraschung im Landespokal gelungen. Mit dem MSV Neuruppin warf der Landesligist am Samstag nach Eberswalde den nächsten Brandenburgligisten raus – und ist nunmehr einziger Landesligist im Viertelfinale.

Neuruppins Kapitän Marcel Weckwerth ließ ein halbes Dutzend bester Chancen aus. Und die Ströbitzer konnten sich bei Schlussmann André Thoms bedanken, der mit mehreren starken Paraden seinen Kasten sauber hielt. Dafür gab es auch ein Extra-Lob von seinem Trainer Tino Kandlbinder: „Wir hatten heute einen überragenden Torwart. In solchen Spielen erkennt man, welche Qualitäten André hat.“

 Wie erwartet übernahm der Tabellenzweite der Brandenburgliga von Anfang an in Ströbitz vor den 112 Zuschauern das Kommando. Die Hausherren bauten tief in der eigenen Hälfte zwei massive Abwehrriegel auf. Vor der Viererkette setzte Kandlbinder auf eine weitere Fünferreihe im Mittelfeld. Denn der Ströbitzer Coach hatte im Sommer bei einer Trainerfortbildung und einem MSV-Testspiel in diesem Rahmen genau aufgepasst. „Wir wussten, dass sie sehr viel über die Außen spielen werden“, erklärte Kandlbinder das Erfolgsgeheimnis.

Ganz ausschalten konnten die Hausherren das Angriffsspiel der Neuruppiner aber nicht. Vor allem in der Viertelstunde vor der Pause ging im Wacker-Mittelfeld die Ordnung verloren. Marcel Weckwerth hätte in der Phase schon die Führung erzielen müssen.

Auch nach der Pause war der Landesligist vor allem mit Abwehrarbeit beschäftigt. Der umgeschulte Sturm-Alleinunterhalter Tobias Jäkel konnte kaum für Entlastung sorgen. Und erneut war es Weckwerth, der unter anderem mit einem Lattenschuss die Entscheidung auf dem Fuß hatte. MSV-Trainer Henry Bloch: „Du musst hier locker 3:0 oder 4:0 gewinnen. Das Ding haben wir uns selbst zuzuschreiben.“

In der zweiten Hälfte der Verlängerung wird der Favorit eiskalt erwischt. Einen Freistoß aus gut 35 Metern schlug Tobias Voigt hoch auf den zweiten Pfosten. Dort köpfte Mohammad Naser Afzal die Kugel gegen die Laufrichtung von MSV-Torwart Philipp Müller ins lange Eck zum umjubelten 1:0. Für Wacker-Trainer Kandlbinder keine Überraschung: „Wenn man an den Erfolg glaubt, dann ist vieles möglich. Die Jungs haben am Freitag nochmal Standards geübt und wenn dann so ein Tor das Spiel entscheidet, kann ich nur sagen: Respekt.“