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Von einem Lübbener lernen

Torjäger brauchen eine gewisse Portion Egoismus. In der Bundesliga genauso wie in der Kreisliga. RUNDSCHAU-Reporter Steven Wiesner kritisiert Bayern-Torjäger Robert Lewandowski. Steven Wiesner

Wer nicht geil darauf ist, seinen Namen in der Torschützenliste zu lesen, wird nur selten Spiele für seine Mannschaft entscheiden. Und dennoch: Es ist ein schmaler Grat zwischen dem Ehrgeiz, jedes Tor machen zu wollen, und dem Übermut, seine eigenen Ansprüche über die seiner Mitspieler zu stellen. Das beweist in diesen Tagen vor allem Robert Lewandowski. Dessen Aussagen über den Verlust der Torjägerkanone irritieren doch sehr. Wer nicht begreifen will, worum es in einem Mannschaftssport geht, sollte vielleicht doch lieber Tennis spielen. Dass es auch anders geht, zeigt Romano Lindner, der am Samstag mit Grün-Weiß Lübben in die Brandenburg-Liga aufgestiegen ist und mit 33 Toren in 30 Spielen Torschützenkönig wurde. Im FuPa-Interview stellte Lindner klar: "Die Torjägerkanone ist ein schönes Zubrot. Der Aufstieg ist aber immer schöner." Manchmal können Profis eben auch noch von Amateuren lernen.