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Von blauen und roten Bullen

Die Köpfe gehen runter in Neustrelitz. Nach der zehnten Niederlage wird "Mecki" eher zum tröstenden denn anfeuernden Maskottchen.
Die Köpfe gehen runter in Neustrelitz. Nach der zehnten Niederlage wird "Mecki" eher zum tröstenden denn anfeuernden Maskottchen. FOTO: Fussballknipser/Maik Bernhardt
Das Maskottchen der TSG Neustrelitz gehört zweifelsohne zu den Hinguckern der Liga. "Mecki", ein blauer Bulle mit grauen Hörnern, tat auch am Sonntag gegen Energie Cottbus alles Erdenkliche dafür, um mit seinen Jungs vielleicht endlich mal den ersten Dreier der Saison bejubeln zu dürfen. Steven Wiesner

Das Hausrind rannte von links nach rechts, von rechts nach links und erfand wahrscheinlich noch ganz andere Richtungen - doch gebracht hat es nichts. Die Residenzstädter bleiben Letzter und auch nach Spieltag Nummer elf als einziges Team sieglos. Gut möglich, dass sich "Mecki" alsbald ein rotes Bullenkostüm besorgen und in Leipzig einschmuggeln wird. Da gäbe es aktuell mehr zu feiern.

Die Regionalliga ist die einzige Liga, in der der Meister nicht direkt aufsteigt - und das wird auch so bleiben. Viele Vereine haben auf eine Reform gehofft, die dafür sorgen sollte, die Anzahl der Staffeln zu reduzieren und somit den umstrittenen Relegationsspielen den Garaus zu machen. Doch DFB-Präsident Reinhard Grindel sprach sich nun gegen eine Umgestaltung aus. "Die Verteilung auf fünf Ligen ist die richtige Lösung", sagte Grindel dem Saarländischen Rundfunk.

Fabio Viteritti ist der Mann der Stunde beim FC Energie. Der Spielmacher erzielte die Hälfte der letzten zehn FCE-Treffer und schnürte beim 4:0 in Neustrelitz seinen ersten Regionalliga-Doppelpack seit dem 16. April 2016 (damals noch für Neustrelitz). Mit nunmehr sechs Saisontoren steht Viteritti auf Platz drei in der Torjägerwertung. "Tabellenführer" mit acht Einschlägen ist Miroslav Slavov vom Berliner AK. Der stellt sich am Samstag im Stadion der Freundschaft vor.