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"Vielleicht einen Bikini anziehen"

Kapitän Lukas Kampa und sein Team sind bei der EM in Polen ins Viertelfinale durchmarschiert.
Kapitän Lukas Kampa und sein Team sind bei der EM in Polen ins Viertelfinale durchmarschiert. FOTO: img1
Kattowitz. Nach dem Durchmarsch der deutschen Volleyballer ins Viertelfinale der EM in Polen wünscht sich Kapitän Lukas Kampa von den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern mehr mediale Aufmerksamkeit. "Das wird ein langer Prozess und harte Arbeit. dpa/jam

Wir können unseren Teil nur beitragen, indem wir gute Ergebnisse liefern. ARD und ZDF haben die Cham pions League im Fußball verloren, da müssten ein paar hundert Millionen Euro frei sein", sagte Kampa vor dem Viertelfinale an diesem Donnerstag (Livestream des CEV bei Youtube/Sport1+) in Kattowitz. "Wir hoffen, wir können uns langsam in den Fokus rücken."

Augenzwinkernd fügte er hinsichtlich des Interesses der öffentlich-rechtlichen TV-Sender an: "Die Beachvolleyballer machen das extrem gut. Vielleicht müssen wir uns auch einen Bikini anziehen und die kommen auch zu uns."

Bei der EM in Kattowitz wollen die deutschen Volleyballer das nächste kleine Kapitel Geschichte schreiben. Knapp drei Jahre nach dem sensationellen Gewinn von WM-Bronze in der Spodek Arena muss das Team im Viertelfinale voraussichtlich Titelverteidiger Frankreich aus dem Weg räumen, um zum ersten Mal seit 24 Jahren wieder ins Halbfinale bei der Endrunde einziehen. Die allererste EM-Medaille in der Verbandshistorie ist das ersehnte Ziel für den sehr jungen deutschen Kader, dem auch 17- und 18-Jährige angehören.

"Es ist eine besondere Halle für uns", erinnerte Kapitän Kampa an die erste WM-Medaille nach 44 Jahren, als die Franzosen deutlich geschlagen wurden. "Sie soll uns einfach beflügeln, die kleinen Wehwehchen, die jeder mitbringt, vergessen lassen und hoffentlich ein Lächeln ins Gesicht zaubern."