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Viele neue Gesichter beim Trainingsstart der Eisbären

Thomas Oppenheimer (M.), in der vergangenen Saison noch Gegner der Eisbären, kam vom ERC Ingolstadt nach Berlin.
Thomas Oppenheimer (M.), in der vergangenen Saison noch Gegner der Eisbären, kam vom ERC Ingolstadt nach Berlin. FOTO: dpa
Berlin. Die Berliner haben für die kommende Saison einen Umbruch eingeleitet. Sieben neue Spieler sollen den siebenmaligen DEL-Meister weiterbringen. Jan Schröder

Die rund 150 Fans mussten sich beim Trainingsauftakt der Berliner Eisbären am Montagvormittag an viele neue Gesichter gewöhnen. Neun Spieler haben den Verein aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) verlassen. Darunter langjährige Leistungsträger wie Darin Olver und Julian Talbot. Sieben neue Profis sind gekommen. Nachdem die Mannschaft in den Vorjahren nur punktuell verändert worden war, bedeutet dies einen gezielten Umbruch.

"So viele Wechsel hatten wir selten in der Mannschaft", sagte Kapitän André Rankel, der bereits seit 2003 für die Berliner spielt. "Natürlich ist es anders, wenn so viele neue Spieler da sind. Aber das ist nicht verkehrt, es gibt neue Impulse und wird uns weiterbringen", erklärte der Angreifer. Rankel sprach nach der Einheit von einem "sehr guten ersten Training".

Damit sich die Neulinge schnell integrieren können, stehen in nächster Zeit mehrere Übungseinheiten pro Tag an. Die Mahlzeiten sollen zudem gemeinsam eingenommen werden.

Chefcoach Uwe Krupp hat nun bis zum DEL-Saisonstart am 8. September Zeit, "aus der Gruppe eine Mannschaft zu formen", wie er sagte. Hierfür steht dem früheren Kölner Coach ein völlig neuer Trainerstab zur Seite. "Es geht jetzt darum, die richtige Mischung zu finden und zu sehen, wer mit wem eine gute Chemie hat", meinte Krupp.

Dabei ist es ihm "ganz recht", dass sich die Eisbären in dieser Saison nicht für die im August beginnende Champions Hockey League (CHL) qualifizierten. "Wir müssen uns nicht nach bestimmten Terminen richten, sondern haben mehr Spielraum bei unserer Vorbereitung", erklärte Krupp.

Für die Vorbereitung haben die Eisbären fünf Testspiele vereinbart. Das erste findet am 11. August bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser statt. "Wir haben in diesem Jahr eine größere Anzahl an Spielern. Das gibt uns die Möglichkeit, ein bisschen mehr durchzumischen und ein paar Sachen zu probieren", betonte Krupp.

In der Vorsaison waren die Eisbären nach einer schwachen Hauptrunde in den Playoffs bis ins Halbfinale vorgedrungen. Dort war allerdings gegen den späteren deutschen Meister EHC München Endstation. Der neue Sportdirektor Stéphane Richer glaubt "schon, dass wir gute Chancen haben, zu den Topmannschaften zu gehören", sagte er jüngst dem "Tagesspiegel". "München bleibt der Topfavorit, aber wir haben in den Playoffs gezeigt, dass wir mit denen durchaus mithalten können", meinte Richer.