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VfL Wolfsburg und 1. FFC Frankfurt träumen vom Finale in Berlin

Frankfurt/Main. Ein deutsches Champions-League-Traumfinale in Berlin wäre ganz nach dem Geschmack von Silvia Neid – auch wenn es die WM-Vorbereitung der deutschen Fußball-Frauen ein wenig stören würde. Und deshalb drückt die Bundestrainerin dem VfL Wolfsburg gegen Paris St. dpa/noc

Germain und dem 1. FFC Frankfurt gegen Brøndby IF im Halbfinale uneigennützig die Daumen. "Ich würde mich freuen, wenn beide ins Endspiel kommen. Solche Spiele sind immer gut für das Selbstvertrauen der Spielerinnen", sagte Neid vor den Hinspielen.

Auf dem Papier erscheint die Aufgabe für die Titelverteidigerinnen aus Wolfsburg etwas schwerer. Die Partie an diesem Samstag (18 Uhr) gegen das französische Spitzenteam, in dessen Aufgebot mit Lira Alushi, Annike Krahn, der Ex-Wolfsburgerin Josephine Henning, Linda Bresonik und Ann-Katrin Berger gleich fünf deutsche Spielerinnen stehen, dürfte für den in der europäischen Königsklasse noch ungeschlagenen Meister zur bisher größten Herausforderung in dieser Saison werden.

VfL-Trainer Ralf Kellermann hofft daher auf eine tolle Kulisse. "Wir brauchen die lautstarke Unterstützung, am besten in einem vollen Haus", sagte er. Torjägerin Martina Müller, die im Sommer aufhört und ihre Karriere zu gerne mit dem Triple krönen würde, verspricht Offensivpower wie zuletzt in der Bundesliga beim 10:0 gegen den Herforder SV. "Unser Ziel muss es sein, mit einem guten Ergebnis zum Rückspiel nach Paris zu fahren."

Eine leichte Favoritenrolle kommt Frankfurt im Duell mit dem dänischen Vizemeister Brøndby IF zu. "Wir wollen unseren Heimvorteil mit Intelligenz und Cleverness nutzen", sagte FFC-Trainer Colin Bell vor dem Hinspiel am Sonntag (14 Uhr/Eurosport live). Oberste Priorität genieße das Defensivverhalten, "denn in einem Champions League-Heimspiel gilt es ganz besonders, möglichst ohne Gegentor zu bleiben."

Die Statistik dürfte den Hessinnen Mut machen. Bei den bisher sechs Halbfinalteilnahmen setzte sich der dreimalige Cupsieger fünfmal durch - nur 2003 kam gegen Umeå IK das Aus. Der Gegner aus dem kleinen Vorort von Kopenhagen schaffte es noch nie ins Endspiel.

Dass die Trophäe am 14. Mai in Berlin vergeben wird, beflügelt zusätzlich. "Natürlich möchten wir ins Finale kommen. Wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen können, dann wird es für Brøndby ziemlich schwer", sagte Frankfurts Torjägerin Celia Sasic.