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Verband schweigt weiter – aber Zustimmung aus Jena

Cottbus. Die Streik-Idee von Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz wurde in den vergangenen Tagen vielerorts diskutiert. Im Stadion der Freundschaft war er unter den Fans genauso ein Thema wie auch beim Meisterschaftskonkurrenten Carl Zeiss Jena.

Vom Verband hingegen gibt es weiter keine Reaktion. Der Deutsche Fußball Bund (DFB) hatte auf RUNDSCHAU-Nachfrage mitgeteilt, sich nicht zu äußern, weil das in die Zuständigkeit der Regionalverbände falle. Doch auch beim Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) sieht man dafür keinen Anlass. Gegenüber dem Fachmagazin "Kicker" erklärte NOFV-Vizepräsident Holger Fuchs, dass er sich nicht äußern wolle. Fuchs: "Dies ist sicherlich auch im Interesse des Vereins Energie Cottbus sowie auch des Herrn Wollitz."

Bei Carl Zeiss Jena erklärte Trainer Mark Zimmermann, dass er wegen der Masse an Spielausfällen nicht streiken wolle und sagte: "Wir sind froh, dass wir spielen konnten." In der RUNDSCHAU-Umfrage hat sich der FC Carl Zeiss allerdings ebenfalls gegen die Relegation und für die Teilnahme an einer gemeinsamen Initiative ausgesprochen. Pressesprecher An dreas Trautmann: "Wir haben Ideen und Vorstellungen, die wir mit den anderen Vereinen, die eine Regionalligareform betreffen würde, diskutieren wollen. Hier bekommt man im Alleingang gar nichts hin. Schließlich hat jeder Verein seine eigene Perspektive. Reformen gehen nur im Konsens."