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Union holt Schalkes Uchida

Bei Schalke war Uchida nur noch als Wasserträger im Einsatz. Seine Probleme mit der Patellasehne hatten ihn lange zurückgeworfen.
Bei Schalke war Uchida nur noch als Wasserträger im Einsatz. Seine Probleme mit der Patellasehne hatten ihn lange zurückgeworfen. FOTO: dpa
Berlin. Prominenter Neuzugang für den 1. FC Union Berlin: Auf der Suche nach einem Rechtsverteidiger hat der Fußball-Zweitligist Atsuto Uchida vom FC Schalke 04 verpflichtet. Matthias Koch

Der 29 Jahre alte Japaner unterschrieb bei den Köpenickern einen Vertrag für eine Saison bis Juni 2018, wie der Club am Montag mitteilte. "Ich freue mich sehr darauf, die Aufgabe in Angriff zu nehmen und endlich wieder Fußball zu spielen", sagte Uchida, der zuletzt mit langwierigen Verletzungen zu kämpfen hatte.

Wegen einer Patellasehnenblessur hat er seit März 2015 kein Bundesligaspiel mehr bestritten und absolvierte vergangene Saison nur eine Partie in der Europa League. "Atsuto Uchida kam auf uns zu und bat um die Möglichkeit eines Wechsels, weil es ihm wichtig war, nach seiner langwierigen Verletzung Spielpraxis zu bekommen", sagte Schalkes Sportvorstand Christian Heidel.

Bei Union trifft der 74-malige japanische Nationalspieler auf Jens Keller, seinen früheren Trainer aus Schalker Zeiten. Die Berliner suchten einen Ersatzmann für Rechtsverteidiger Christopher Trimmel und hatte zuletzt mehrere Anwärter im Probetraining. Keiner der Kandidaten konnte sich jedoch durchsetzen. "Mit Atsuto Uchida haben wir einen sehr erfahrenen Spieler verpflichten können. Ich bin überzeugt davon, dass er uns noch stärker machen kann", sagte Helmut Schulte, Leiter der Lizenzspielerabteilung von Union.

Bereits am Montag kam Uchida am Stadion An der Alten Försterei an und absolvierte den Medizincheck. "Ich bin froh, dass dieser Wechsel so schnell geklappt hat und neugierig, was mich hier erwartet", sagte der WM-Teilnehmer von 2014. "Unions Entwicklung habe ich schon in der letzten Saison verfolgt, und natürlich kenne ich Jens Keller gut."

Am Montagvormittag wurde beim Training rege diskutiert. Chefcoach Keller und Sport-Geschäftsführer Lutz Munack standen gestikulierend auf dem Rasen, während die Reservisten trainierten und die Stammspieler im Wald ausliefen. Der Frust über den späten Ausgleich beim 2:2 beim 1. FC Nürnberg war auch am Tag danach noch nicht ganz vergangen.

Mittelfeldspieler Stephan Fürstner sieht Union mit sieben Punkten aus drei Spielen aber auf einem guten Weg. "Wir sind gut gestartet." Das soll sich auch am Sonntag (13.30 Uhr) im Heimspiel gegen die ebenfalls stark aufspielende Elf von Arminia Bielefeld fortsetzen.