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Union Berlin hofft auf "Goldenen Oktober"

Marcel Hartel (r.) konnte als einziger Neuzugang überzeugen.
Marcel Hartel (r.) konnte als einziger Neuzugang überzeugen. FOTO: dpa
Berlin. Union Berlin scheint in der 2. Bundesliga wieder auf Kurs zu sein. dpa/noc

In die aktuelle Länderspielpause verabschiedete sich die Elf von Trainer Jens Keller mit zwei Siegen. Trotz der jüngsten Erfolge bei Erzgebirge Aue (2:1) und gegen Kaiserslautern (5:0) sind die Köpenicker aber mit dem Abschneiden nach neun Meisterschaftsrunden nicht zufrieden. "Wir haben ein paar Punkte zu wenig. Wir hätten schon mehr haben können", zog Keller beim Vorjahres-Vierten Zwischenbilanz.

Denn als Tabellensiebter liegt Union (15 Punkte) zwei Zähler hinter dem Dritten Sandhausen (17). Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf (22) und der Überraschungszweite Holstein Kiel (19) sind relativ weit voraus. Dass die Union-Elf, die den Kader verstärkt hat, schon gegen die ersten Fünf der Tabelle spielte, hat wenig Bedeutung. Zumal die Berliner gegen Düsseldorf (2:3), Kiel (4:3), Sandhausen (0:1), Bielefeld (1:1) und Nürnberg (2:2) nur fünf der 15 möglichen Punkte ergatterte. Union schien und nach den beiden glücklichen Auftaktsiegen beim FC Ingolstadt (1:0) und daheim gegen Kiel auf dem richtigen Weg. Doch ärgerliche Punktverluste in den Schlussphasen der Spiele in Nürnberg und in Düsseldorf sowie die fehlende Konstanz innerhalb vieler Partien ließen Zweifel am und beim Aufstiegsmitfavoriten aufkommen. "Das Gleichgewicht zwischen Offensive und Defensive hat gefehlt. Es lag auch an der Konzentration", meinte Christopher Trimmel.

Von den Neuzugängen hat bisher nur Offensivspieler Marcel Hartel (1. FC Köln) richtig überzeugt. Abwehrspieler Marc Torrejon (SC Freiburg) war Stammspieler, bis ihn eine Verletzung zurückwarf. Verletzungsbedingte Anpassungsprobleme haben oder hatten auch Grischa Prömel (Karlsruher SC), Angreifer Akaki Gogia (Dynamo Dresden) und Abwehrmann Atsuto Uchida (Schalke 04).

Das Angriffsspiel ist weiter eine Union-Stärke. Zwölf Gegentreffer stellen jedoch nur Mittelmaß da. Die nächsten Spiele bei Neuling Jahn Regensburg (15.10.), daheim gegen Schlusslicht Greuther Fürth (21.10.) und beim MSV Duisburg (29.10.) sind von der Papierform her leicht. Union hofft auf einen "Goldenen Oktober".