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| 18:48 Uhr

Judo
Überraschungssiegim Spremberger Hexenkessel

Angesichts vieler Verletzter auf Spremberger Seite kam der 18-jährige Robin Bahlo (vorn) zu seinem Debüt, was er hervorragend meisterte.
Angesichts vieler Verletzter auf Spremberger Seite kam der 18-jährige Robin Bahlo (vorn) zu seinem Debüt, was er hervorragend meisterte. FOTO: Asahi Spremberg
Spremberg. Die Bundesliga-Riege von Asahi gewinnt zu Hause sensationell mit 11:3 gegen Hertha Walheim. red

Die Spremberger Judoka sind wieder einmal über sich hinaus gewachsen. Obwohl die Bundesliga-Mannschaft arg von Verletzungspech gebeutelt war, gewann Asahi am Samstagabend seinen Heimkampf gegen den Tabellendritten Hertha Walheim überraschend deutlich mit 11:3. „Die Mannschaft hat heute einmal mehr gezeigt, was bei uns alles möglich ist. Ich bin wahnsinnig stolz und auch etwas erleichtert, wie wir das heute gemeistert haben“, erklärte ein sichtlich zufriedener Trainer Michael Rex.

Bereits zur Halbzeit führten die Lausitzer Judoka mit 5:2. Sebastian Bähr, Pascal Meyer und die beiden polnischen Kämpfer Aleksander Beta und Damian Szwarnowiecki siegten deutlich und hatten jederzeit ihre Gegner im Griff. Der erst 20-jährige Vladislav Gavrilov holte dann im Golden Score sogar noch Punkt Nummer fünf und zog so den Walheimern den Zahn. Freude herrschte natürlich auch in Leipzig auf Schloss Mölkau, wo Trainer Mike Göpfert seine Hochzeit feierte und über den Livestream bestens informiert war.

Nach der Pause erhöhten dann wieder Schwergewichtler Sebastian Bähr und Aleksander Beta auf ein zwischenzeitliches 7:3. Den vorentscheidenden achten Punkt holte der eingewechselte Lucas Gerlach gegen den Moldawier Pogreban. Als dann auch noch der 18-jährige Debütant Robin Bahlo und der 20-jährige Valentin Kiesche siegten, brachen alle Dämme in Spremberg. Die etwa 350 Zuschauer in der Haidemühler Halle peitschten dann auch noch den polnischen Neuzugang Szwarnowiecki zu seinem zweiten Sieg und dem 11:3-Endstand. Die Spremberger kletterten damit auf Platz 6 der Bundesliga-Tabelle.

Es war insgesamt ein Abend für Helden. So wollten eigentlich auch die 73-Kilo-Kämpfer Johannes Limmer, Max Henke und Rico Buchwalter kämpfen  und waren heiß auf einen Einsatz im Spremberger Hexenkessel. Doch zugunsten der Mannschaft blieben sie draußen und ermöglichten so Aleksander Beta zwei Einsätze. Trainer Michael Rex verzichtete dann auch darauf, einen dieser Athleten ins 90-Kilo-Limit zu schieben – Spremberg konnten keinen 90er auf die Waage stellen –, um sie vor eventuellen Verletzungen zu schützen.

„Die Jungs sind noch so jung und sollen natürlich im Einzel weiter nach vorne kommen. Die werden schon noch ihre Einsätze bekommen“, meinte Trainer Rex und schob hinterher: „Ein Lob muss ich noch an Johannes Kruse loswerden. Auch  er hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt und ist in die nicht besetzte Gewichtsklasse bis 90 Kilo aufgerückt.“

Nach diesem irren Kampftag geht es für die Riege von Asahi Spremberg nun am kommenden Samstag in Witten weiter. Der verletzte Maximilian Zimmermann wird dann eventuell wieder mit von der Partie sein. Michel Daue fällt indes für mehrere Wochen aus. Der 66-Kilo-Mann musste mit Herzrhythmusstörungen in die Spremberger Notaufnahme gebracht werden.