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| 17:47 Uhr

Turnier-Tagebuch
Die frohe Botschaft des Turn-Weltcups

Jan Lehmann
Jan Lehmann FOTO: LR / Sebastian Schubert
Cottbus. Für RUNDSCHAU-Reporter Jan Lehmann war das 43. Turnier der Meister mehr als nur ein Turn-Weltcup, sondern ein wichtiges Statement der Stadt Cottbus.

Dieses Turnier der Meister hat Cottbus richtig gut getan. So voll, so bunt, so fröhlich – die Stadt hat richtig Farbe bekommen und sich dabei auch von ihrer besten Seite gezeigt. Gerade in den schwierigen Zeiten, in der die überhitzte Flüchtlingsdebatte der Lausitz ziemlich arg zugesetzt hat, kann dieser Turn-Weltcup nur Mut machen. Die Organisatoren haben eindrucksvoll gezeigt, dass in Cottbus so viel mehr als Angst und Ablehnung möglich ist, wenn man nur das Herz am richtigen Fleck hat. Dem Sprachengewirr der Gäste aus 51 Nationen wurden die vielen Helfer um Turnierdirektor Mirko Wohlfahrt genauso Herr wie der vielen kulturellen Unterschiede. Ich habe mir das Miteinander der Sportler in der Aufwärmhalle und während des Wettkampfes genau angeschaut – das war schlichtweg inspirierend. Und wenn es am Ende dann nur noch eine Frage der richtigen Musikauswahl war, damit bei der Abschlussfeier die Sportler aller Hautfarben und Religionen auf der Tanzfläche ausgelassen miteinander feierten, dann war dieses Turnier der Meister so viel mehr als nur eine Sportveranstaltung. Er war ein Statement dafür, dass es in der Lausitz genügend Herzlichkeit und Vielfalt gibt. Man muss also nicht immer erst auf Weihnachten warten, um solch eine frohe Botschaft zu verkünden – ein Turn-Weltcup kann manchmal das gleiche bewirken.

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Die Erleichterung: Turnierdirektor Wohlfahrt verrät: „Das ist unser Geheimnis“

Die Zusammenfassung: Reck-Champion Zonderland krönt das Turnier der Welt(Meister)

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