| 15:54 Uhr

Turnier der Meister
Turn-Legende Chusovitina siegt in Cottbus

Oksana Chusovitina holte im Sprung ihren 15. Titel beim Turnier der Meister in Cottbus.
Oksana Chusovitina holte im Sprung ihren 15. Titel beim Turnier der Meister in Cottbus. FOTO: Frank Hammerschmidt
Cottbus. Das Turnier der Meister in Cottbus ist mit einem Sieg von Turnlegende Oksana Chusovitina ins Final-Wochenende gestartet. Der Turn-Weltcup in der Lausitz-Arena ist ein echter Publikumsmagnet. Von Jan Lehmann

Ausverkauft! Diese Nachricht machte am Samstagnachmittag schnell die Runde in der Lausitz-Arena. Auch für den Sonntag gibt es nur noch wenige Restkarten. Weltklasse-Turnen in Cottbus, das funktioniert.

1550 Zuschauer in der ausverkauften Halle erlebten am Samstag beim Turn-Weltcup gleich einen stimmungsvollen Auftakt. Turn-Legende Oksana Chusovitina gewann Gold am Sprung. Erst zeigte die 42-jährige Usbekin ihre ganze Klasse am Gerät, dann verteilte sie Luftküsse ans begeisterte Publikum. Mit 14.283 Punkten holte sich Chusovitina bei ihrer 18. Teilnahme ihren 15. Sieg beim Traditionsturnier – eine Marke für die Ewigkeit.

Nationalmannschaftsturnerin Kim Bui, die in diesem Jahr als Expertin am Hallenmikrofon im Einsatz ist, bekundete: „Das war absolut genial. Toll, dass Oskana das in diesem Alter noch macht. Viele Turnerinnen in der Halle könnten ja ihre Kinder sein.“ Michelle Timm aus Berlin verpasste als Vierte knapp das Podest.

Oksana Chusovitina zeigte zwei technisch hochwertige Sprüng und ließ der Konkurrenz keine Chance
Oksana Chusovitina zeigte zwei technisch hochwertige Sprüng und ließ der Konkurrenz keine Chance FOTO: Frank Hammerschmidt / Hammerschmidt Frank

Zu Beginn hatte der Slowene Rok Klavora am Boden seinen ersten Titel beim Turnier der Meister geholt. Der 29-Jährige war bereits zum zwölften Mal beim Traditionsturnier dabei, Ausdauer zahlt sich halt auch im Turnen aus. Kurios: Bram Verhofstad (Niederlande) und Kirill Pokopev (Russland) hatten wie Klavora im Finale 14.133 Punkte erturnt. Doch Klavora hatte den besten E-Wert, also die am besten benotete Ausführung der drei Athleten. Am Pauschenpferd war der Chinese Junwen Wang mit 15.200 Punkten nicht zu schlagen.

Zum Abschluss des ersten Finaltags stehen noch die Ringe bei den Herren und der Stufenbarren bei den Damen an. Dann gibt es auch deutsche Medaillenchancen. Marcel Nguyen und Andreas Toba sowie Elisabeth Seitz greifen in das Geschehen ein.