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Radsport
Trotz Krankheit: Cottbuser Engler will „alles raushauen“

Eric Engler vom RSC Cottbus.
Eric Engler vom RSC Cottbus. FOTO: Imago / imago/Mausolf
Berlin. Der Cottbuser Eric Engler fliegt bei der EM schon in der 1. Sprint-Runde raus. Eine Krankheit hat ihn weit zurückgeworfen. Trotzdem will er am Samstag im 1000-Meter-Zeitfahren wieder angreifen - wenn der Körper mitspielt. Von Frank Noack

Für Eric Engler verlief der Einstand bei der Bahnrad-Europameisterschaft in Berlin ernüchternd. Im Sprintwettbewerb kam für den 26-jährigen Fahrer vom RSC Cottbus am Freitag bereits in der 1. Runde das Aus.In der Qualifikation hatte Engler nur Platz 20 belegt. Sein Fazit: „Es ist nicht so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe.“Im vergangenen Jahr war Engler als Vierter im Sprint nur knapp am Podium vorbeigefahren.

Allerdings lief auch die Vorbereitung auf die Heim-EM auch nicht so, wie sich Engler das vorgestellt hatte. Denn kürzlich warf ihn eine Krankheit weit zurück. „Es ist schwierig im Moment, weil ich vor zwei Wochen noch mit einem Magen-Darm-Virus zu kämpfen hatte“, berichtet der Cottbuser. Seine Form ist seitdem vor allem eines: konstant unkonstant. Das zeigte sich auch im Velodrom in Berlin. Engler: „Am Donnerstag war vom Training her eigentlich ein guter Tag, sodass ich recht optimistisch war. Aber im Wettkampf ging es dann wieder nicht ganz so rund. Mal geht es, mal geht es nicht. Es ist derzeit viel Lotterie und Kampf. Die letzten Wochen haben Kraft gekostet.“

Am Samstag ist Eric Engler im Zeitfahren über 1000 Meter am Start. Hier hat er seine Silbermedaille aus dem Vorjahr zu verteidigen. Auch das wird vermutlich wieder ein Kampf mit dem eigenen Körper. „Es ist dasselbe Spiel: Ich werde alles raushauen und schauen, was der Körper hergibt“, verspricht Engler. „Ich hoffe, dass ich mich in den nächsten Wochen über die Wettkämpfe stabilisieren kann und wieder zu der Form komme, die ich vorher hatte. Ich war auf einem guten Weg. Die Krankheit hat mich schon zurückgeworfen.“

Unterdessen hat es Maximilian Levy wenigstens bis ins Viertelfinale geschafft. Der Olympia-Zweite im Keirin von 2012 besiegte im Achtelfinale den Russen Pawel Jakuschewskij, verlor dann aber gegen den Franzosen Sebastien Vigier beide Läufe.